Hubersdorf
15 Stimmberechtigte genehmigten das Budget

Der Voranschlag der Laufenden Rechnung 2015 zeigt einen Aufwandüberschuss von 48 980 Franken, dies bei einem Gesamtaufwand von 3,56 Millionen Franken. Die Gemeindeversammlung, die aus 15 Stimmberechtigten bestand, genehmigte das Budget einstimmig.

Lea Reimann
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Die Nettoinvestitionen der Gemeinde belaufen sich auf 114 000 Franken.

Die Nettoinvestitionen der Gemeinde belaufen sich auf 114 000 Franken.

Rahel Meier

Teurer werden die Bildungskosten. Sie steigen vor allem im Bereich der Sonderschulung und kommen auf einen Gesamtaufwand von rund einer Million zu stehen. Die Kosten für die Soziale Wohlfahrt können hingegen etwas tiefer budgetiert werden als im Vorjahr, so zumindest laut Angaben des Kantons.

Wäre der neue Finanzausgleich nicht angenommen worden, wäre der Aufwandüberschuss aber massiv höher, nämlich rund 130 000 Franken. Beni Flück vom Ressort Finanzen orientierte über den Finanzplan und zeigte auf, dass der Steuersatz von 119 Prozent gehalten werden könne. Die Laufende Rechnung sehe bis 2018 kleinere Aufwandüberschüsse vor, könnte im Jahr 2019 aber sogar einen Ertragsüberschuss verzeichnen. Die Pro-Kopf-Verschuldung liege momentan bei 1773 Franken, man rechne aber mit einem moderaten Steuerwachstum und längerfristig mit einer Senkung dieser Verschuldung.

Beni Flück erklärte: „Trotz guten Zahlen ist es wichtig, dass wir die Auswirkungen des neuen Finanzausgleichs abwarten.“ Gerade bei den Subventionen an die Lehrpersonen dürfte mit einem tieferen Betrag zu rechnen sein. Der Beitrag für Hubersdorf beträgt im Moment 51 Prozent, künftig soll allerdings eine Schülerpauschale ausbezahlt werden. Gemeindepräsident Andreas Rüegger unterstrich abschliessend zur Budgetdebatte: „So schlecht sieht’s grundsätzlich nicht aus, aber einige Ungewissheiten sind enthalten.“

Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 114 000 Franken. 65 000 Franken wurden für den Ersatz der Gemeinde- und GSU-Software gesprochen. Beni Flück erklärte, dass die Software für die Gemeindefinanzen bereits 20-jährig sei und nur einzelne Tools erneuert worden seien. Die GSU-Software laufe auf dem System der Firma Ruf, welches zukünftig nicht mehr gewartet werde. Ausserdem seien die beiden Softwaresysteme nicht kompatibel mit HRM2 und müssten bis zur Einführung dieses neuen Rechnungsmodells im Jahr 2016 sowieso ersetzt werden.

Orientiert wurde darüber, dass sowohl Gemeindepräsident Andreas Rüegger als auch Gemeinderatsmitglied Beni Flück ihr Amt im kommenden Jahr abgeben werden. Der Zeitpunkt ist noch nicht festgelegt, damit die Nachfolge gut organisiert werden kann.