Die Oltner Bevölkerung darf sich freuen: Restaurants mit Strassen-Cafés dürfen diesen Sommer länger offen haben. Dies hat der Stadtrat in einem behördenverbindlichen Plan über die Öffnungszeiten von Aussenwirtschaften entschieden.

«Wie in jedem Stadtzentrum prallen auch in der Oltner Innenstadt verschiedenartige Nutzungen - vom Einkaufs- über das Kultur- und Freizeitangebot bis zum hochwertigen Wohnen - aufeinander», schreibt der Stadtrat in seinem Communiqé vom Montag. Dies äussere sich auch im Konflikt zwischen der Nutzung des öffentlichen Raumes für Veranstaltungen und Gastronomie und dem Wohnen.

So sei der Gastronomiebetrieb im Freien zwar wichtig für die Lebendigkeit und Anziehungskraft des Stadtzentrums, führe aber auch zu Lärmemmissionen, die die Anwohner vor allem nachts stören könnten.

Neuer Zonenplan

Nichtsdestotrotz will der Stadtrat mit dem neu ausgearbeiteten Zonenplan den Wirten mehr Freiheiten und Eigenverantwortung zugestehen. Er hat auf die Sommersaison 2011 hin einen behördenverbindlichen Plan verabschiedet, der für einen bestimmten Bereich der Innenstadt festlegt, wo welche Öffnungszeiten für Aussenwirtschaften gelten sollen.

Der Plan sieht drei Bereiche vor:

- Zone Grün: Öffnungszeiten von Sonntag bis Donnerstag bis 24 Uhr und Freitag/Samstag bis 0.30 Uhr

- Zone Braun: Öffnungszeiten von Sonntag bis Donnerstag bis 22 Uhr und Freitag/Samstag bis 23 Uhr

- Zone Beige: Öffnungszeiten von Sonntag bis Donnerstag bis 19 Uhr und Freitag/Samstag bis 20 Uhr (gilt für die Innenhöfe)

(Olten.ch)

Neuer Zonenplan für Strassencafés in Olten

(Olten.ch)

Für Restaurants mit Aussenbetrieb, die ausserhalb dieser Zone liegen, werden die Öffnungszeiten nach wie vor im Einzelfall beurteilt.

Mehr Eigenverantwortung für die Wirte

Der Stadtrat bekenne sich mit dem neuen Plan klar zu einer lebendigen Innenstadt, führt er in der Mitteilung aus. «Er gibt mit erweiterten Öffnungszeiten den Wirtinnen und Wirten die Chance, in Eigenverantwortung und in Partnerschaft mit ihrer jeweiligen Umgebung diese neuen Freiräume zu nutzen». Die «nachvollziehbare und transparente Bewilligungspraxis» soll vermeiden, dass jeder Fall einzeln entschieden werden müsse. (lds)