Jung und fahrlässig

Kurz vor den Filmtagen «verlor» Christoph Schaub seinen Film

Kann heute über Missgeschick lachen: Christoph Schaub (Archiv)

Kann heute über Missgeschick lachen: Christoph Schaub (Archiv)

Wenn sich Filmemacher Christoph Schaub ("Giulias Verschwinden") an seine ersten Solothurner Filmtage erinnert, jagt ihm noch heute ein kalter Schauer den Rücken hinunter. Kurz vor seiner Teilnahme am Festival «verlor» der heute 56-Jährige nämlich seinen Film.

Schaub war 1979 eingeladen worden, einen gemeinsam mit Kollegen gedrehten Videofilm am Filmfest zu zeigen. Mit der Vespa und mit dem soeben fertiggestellten Film auf dem Gepäckträger in Zürich unterwegs, fiel dem Jungspund das Original - die Digitalisierung war damals noch weit entfernt - unbemerkt hinunter.

Mit einem Schrecken bemerkte Schaub den Verlust, "aber trotz intensiver Suche auf der ganzen Wegstrecke blieb der Film unauffindbar", erzählte Schaub am Donnerstagabend in Solothurn.

Schliesslich eilte der Zürcher ins Studio des damals noch einzigen Lokalsenders Radio 24 und bat den Moderator, einen Aufruf zu starten. So fand der Film dann doch noch rechtzeitig zurück zum Regisseur.

Schaub erzählte die persönliche Anekdote am Rande eines Anlasses der Filmtage, die im Januar ihre 50. Ausgabe feiern und hierfür das Rahmenprogramm vorstellten. Der preisgekrönte Filmemacher realisierte neben "Giulias Verschwinden" Werke wie "Happy New Year" oder "Sternenberg".

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