Kunst-und Bau
«Kunstinterventionen» für sanierte Kantonsschule Olten stehen fest

Die Kunst-und-Bau-Arbeiten im Rahmen der Gesamtsanierung Kantonsschule Olten stehen fest. Der Regierungsrat hat sich für Interventionen von zwei Kunstschaffenden entschieden: Renate Buser bespielt mit ihren Werken den Innenraum. Chris Hunter realisiert eine Intervention im Amphitheater der Kantonsschule Olten.

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Die Kunst-und Bau-Arbeiten an der Kantonsschule Olten stehen fest. Hier die Kanti-Baustelle während der Sanierung 2018.

Die Kunst-und Bau-Arbeiten an der Kantonsschule Olten stehen fest. Hier die Kanti-Baustelle während der Sanierung 2018.

Bruno Kissling

Der Regierungsrat hat entschieden: Die beiden Kunstschaffenden Renate Buser und Chris Huber werden die Kunst-und-Bau-Arbeiten im Rahmen der Gesamtsanierung Kantonsschule Olten durchführen, teilt die Staatskanzlei am Mittwoch mit. In den Kunst-und-Bau-Projekten soll sich die Kantonsschule als ein «architektonisch interessanter und durch die diversen Nutzenden ein lebendiger Ort» widerspiegeln.

Der öffentlich ausgeschriebene Kunst-und-Bau-Wettbewerb wurde im zweistufigen Verfahren mit Präqualifikation und Projektwettbewerb durchgeführt. Die Jury hat sieben aus dem Präqualifikationsverfahren (insgesamt 66 Teilnahmen) hervorgegangene Kunstschaffende bzw. Kollektive zur Eingabe eines detaillierten Projektes eingeladen.

Die Eingaben wurden gemäss vorgegebener Kriterien beurteilt: künstlerische Qualität, innovativer Gehalt, Eingehen auf die Aufgabenstellung, Realisierbarkeit innerhalb des vorgegebenen Kosten- und Zeitrahmens sowie Unterhalt und technische Machbarkeit. Die Jury gab zuhanden des Regierungsrates eine Empfehlung ab. Im Folgenden werden die Siegerprojekte kurz vorgestellt.

«Schwebende Bildwände» von Renate Buser

Laut Medienmitteilung ist Renate Busers Intervention für weite Teile des Innenraums der Kantonsschule konzipiert und bestehe aus verschiedenen fotografischen Einzelbildern, die – gedruckt auf fein perforierte Planen – jeweils vor eine Wand gespannt werden. Mittels intensiver fotografischer Recherche hielt die Künstlerin die diversen Strukturen und Materialien im und ausserhalb der bestehenden Gebäude fest.

Von Beton- und Backsteinwänden zu temporär platzierten Stellwänden bis zu den Werken von Roman Candio oder Heinz Müller-Majocchi erfasste Buser auch temporäre Arbeiten und Graffitis von Schülerinnen und Schülern. Mit ihrer präzisen Beobachtungsgabe habe Buser die Architektur und den Ort in seinem Wesen erfasst und fügt mit dem Abbild etwas Neues hinzu.

«Let’s talk about III» von Chris Hunter

Chris Hunters Intervention «Let’s talk about III» erziele wiederum mit einfachen Mitteln einen spannungsvollen Effekt und knüpfe thematisch an der Lebenswelt der wichtigsten Akteure vor Ort an – den Schülerinnen und Schülern. Bei der Arbeit handle es sich um eine Art Regenbogen aus Aluminium mit ineinanderfliessender Farbe.

Gut sichtbar vom Vorplatz des Haupteinganges, vom Foyer, von der Terrasse im dritten Obergeschoss und von allen um den Hof herum angelegten Räumen, wird er im Amphitheater angebracht. Die klassische Form des Amphitheaters dient als Raum für Aufführungen, Versammlungen und andere Formen des Zusammenseins.

Ausstellung der eingereichten Projekte

Alle eingereichten Projekte werden in einer Ausstellung der Öffentlichkeit gezeigt. Die Ausstellung dauert vom 1. bis 3. September 2021.

Ort: Kantonsschule Olten, Hardfeldstrasse 53, 4600 Olten

Öffnungszeiten: 7.00 bis 21.30 Uhr

(sks)

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