Es war eine ebenso besinnliche als auch heitere Feier in der sehr gut besetzten Klemenzkirche. Den Gemeindemitgliedern und Gästen dürfte vor allem die neue Helligkeit sowie die stark verbesserte Akustik aufgefallen sein. Domdekan Peter Schmid nahm als Vertreter von Diözesen-Bischof Felix Gmür die feierliche Neu-Einsegnung vor.

Es dürfte für ihn und die Gemeinde eine besondere Freude gewesen sein, dass gerade ihm diese schöne Aufgabe zukam, amtet er doch seit Jahren auch als Priester in St. Klemenz. Bei aller Feierlichkeit wirkte der ganze Gottesdienst wohltuend irdisch, hatte nichts Abgehobenes an sich. «Kirchen sind Herbergen, in welchen Körper und Geist gestärkt werden können», meinte etwa Peter Schmid. «Die Kirche ist zum Leben da» ergänzte die Gemeindeleitende Susi Günter und auch ihr Ehemann Franz Günter bezeichnete das Gotteshaus als Ort der Gemeinschaft, der zwar ein Eigenleben hat, aber nicht isoliert von der Gesellschaft dastehen dürfe. Mit viel Beifall wurde der Cäcilienchor St. Klemenz sowie die Bläsergruppe «Gabrieli-Quartett» unter der Leitung von Marianne Walker für ihre inspirierende und besinnlich-fröhliche Begleitung bedacht.

Die Gemeinschaft wurde am gemeinsamen Mittagessen, bei welchem Kirchgemeindepräsident Theo Sury eloquent die verschiedenen Wortbeiträge koordinierte, weitergepflegt. Spürbar war stets auch die gelebte Ökumene. So hatte die reformierte Kirche während der Umbau-Zeit der Klemenz-Gemeinschaft unkompliziert und unbürokratisch Gastrecht gewährt und Baukommissionspräsident Thomas Varrin leitete die Arbeiten als «Protestant», vor allem aber als «Kapitän in einem gut harmonierenden Boot.»

Architekt Stefan Rudolf und Benno Mutter von der Denkmalpflege betonten ebenfalls die gute Zusammenarbeit.

Die Bettlacher können stolz sein auf ihr gemeinsam erarbeitetes Werk und auf ein einzigartiges, lebendiges Kirchenzentrum, das dem ganzen Dorf gut tut, wie Gemeindepräsidentin Barbara Leibundgut hervorstrich.