Erst im August dieses Jahres hatte das Bundesamt für Umwelt in seiner Stellungnahme das laufende Plangenehmigungsverfahren für die neue Weissensteinbahn als «nicht bewilligungsfähig» abgetan. Anlässlich einer Begehung vom 29. Oktober diskutierten die Projektverantwortlichen der Seilbahn Weissenstein AG nun mit den am Verfahren beteiligten Ämter vom Bund und Kanton sowie allen betroffenen Fachplaner über Verbesserungen ihres Projektes.

Ein landschaftsverträgliches Projekt

Schockzustände rief dieser Befund von Ende August 2010 bei den Projektverantwortlichen nicht hervor, wie Projektleiter Johannes Sutter in einem Communiqué mitteilte: «Die Stellungnahme schlug keine Türen zu, sondern zog lediglich die Vorhänge.» Das Bundesamt für Umwelt habe nämlich verlangt, dass die landschaftlichen Beeinträchtigungen zu minimieren seien. «Damit war klar, dass aus Sicht des Amtes ein landschaftsverträgliches Projekt möglich ist.»

Deutlich kleineres Antriebskonzept

In Folge wurden mehrere Änderungen am Projekt besprochen. Bereits beschlossen wurde, dass die Mittel- und die Bergstation dank neuer technischer Entwicklungen und einem geänderten Antriebskonzept deutlich kleiner als ursprünglich geplant ausfallen.

So präsentiere sich die Mittelstation beispielsweise um rund elf Meter kürzer. Zudem hat sich die Seilbahn Weissenstein AG für einen Unterflur- statt einen oberirdischen Brückenantrieb entschieden, was die Lärmemissionen verkleinern wird.

Weitere Projektoptimierungen werden derzeit von den Behörden überprüft. Das Gesuch für die Konzession der geplanten Gondelbahn ist beim Bund hängig.

Die Sesselbahn Weissenstein AG will auf den 1280 Meter hohen Hausberg von Solothurn eine moderne Bahn mit 50 Sechser-Gondeln bauen. Das Projekt mit Investitionen von 12 Millionen Franken ist umstritten. Im November 2009 hatte die historische Sesselbahn nach 60 Jahren ihren Betrieb eingestellt.

Heimatschutz will alte Bahn retten

Der Schweizer Heimatschutz (SHS) und die Organisation «Pro Sesseli» kämpfen für den Erhalt der alten Bahn. Sie möchten zusammen mit der Stiftung historische Seilbahn Weissenstein die Anlage sanieren und weiterbetreiben. (lds/SDA)