Balsthal
Kleine Hilfe für die Natur

Der diesjährige Tag der Natur in Balsthal darf als Erfolg gewertet werden. Rund 50 Erwachsene und 15 Kinder nahmen dran teil. Fals alle geplanten Arbeiten konnten ausgeführt werden.

Peter Wetzel
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Kleine Hilfe für die Natur

Kleine Hilfe für die Natur

Solothurner Zeitung

Sehr wahrscheinlich war es auch dem prächtigen Wetter zuzuschreiben, dass sich so viele Erwachsene, Jugendliche und Kinder am Morgen beim Hunzikerhof einfanden. Dort orientierte Michael Bur (Ortsgruppenobmann der Interessengemeinschaft Naturschutz Thal) zusammen mit Emanuel Hammer (Mitglied Umweltschutzkommission) über den Verlauf des Arbeitsmorgens. Am meisten Leute brauchte es am Waldrand im Gebiet «Haulen», wo das Astmaterial eines Holzschlages zu Haufen aufgeschichtet werden musste. Bei diesem Projekt geht es um eine Aufwertung des Lebensraumes «Waldrand». Zwei Gruppen befreiten traditionsgemäss zwei Nassstandorte in der Weihermatt und einen am Höngerbächli von Gräsern, Stauden und Seggen, um diese Biotope vor einer Verlandung zu schützen.

Osterloch ist wieder sichtbar

Im Föhrenwäldchen im Gebiet «Bisecht» wurde das geschnittene Gras zu Haufen aufgeschichtet. An diesem Standort wird ein Biotop für einheimische Orchideenarten angestrebt. Der hier abzweigende Wanderweg Richtung Finigen wurde zum Teil frei geschnitten. Eine ganz wagemutige Gruppe befreite das Osterloch, eine Höhle am Fusse der Holzfluh, von Bäumen und Sträuchern, sodass nun das kleine Balsthaler Wahrzeichen wieder gut zu sehen ist. Die Gruppe, welche schon seit Jahren am Morgen in grossen Stiefeln erscheint, fischte auch dieses Jahr allerlei Unrat aus dem Bachbett und dem Uferbereich.

Zusammenhänge aufzeigen

Den kleineren Teilnehmern wurde etwas Besonderes geboten. Sie konnten an zwei Posten Interessantes über das Leben und Wesen der Honig- und Wildbienen erfahren. Martin und Regina Allemann (Bienenzüchterverein Hinterthal) erklärten Wissenswertes über die Honigbienen. Dabei blieb es nicht bei der Theorie. Die Kinder konnten in einem Schaukasten die Bienen mit ihrer Königin beobachten, Wachskerzen rollen, Honigschnitten essen oder eine Dia-Schau ansehen. Therese Scheiwiller (Pro Natura) erzählte über die Wildbienen. Die Kinder durften sogar ein eigenes Hotel für die Wildbienen bauen. Dieses besteht aus einem Holzahmen, der mit durchbohrten Aststücken und runden Stecklein satt ausgefüllt wurde. In diese Röhrchen können nun die Eier abgelegt werden.