FHNW

Klaus Fischer ist sauer nach dem FHNW-Budget-Nein aus dem Baselland

Das Budget der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) ist dem Kanton Baselland nicht genehm

Das Budget der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) ist dem Kanton Baselland nicht genehm

Die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW muss nochmals übers Budget. Dafür sorgte der Kanton Baselland mit seinem Budget-Veto diese Woche. Die anderen Trägerkantone sind entsprechend sauer, denn die Zeit für ein neues Budget ist knapp.

«Das ist eine sehr schwierige Situation», sagt der Solothurner Erziehungsdirektor Klaus Fischer am Telefon gegenüber az. Das Budget war ursprünglich höher gelegen und wurde aufgrund der aktuellen Finanzlage der Kantone absichtlich gedrückt. Entsprechend sauer ist Fischer: «Das ist ärgerlich, denn mit dem Entscheid des Landrates im Kanton Baselland wurde die Arbeit eines ganzen Jahres mit einem Stichentscheid kaputtgemacht.»

Verteilschlüssel führt zu Leistungsabbau

Auch im Kanton Basel-Stadt ist der Entscheid des anderen Halbkantons nicht nachzuvollziehen. «Einige Parlamentarier scheinen beratungsresistent», sagte der Basler Bildungsdirektor Christoph Eymann in einer ersten Reaktion.

Eymann macht deutlich, dass das Nein des Baselbieter Landrates für den Bildungsraum Nordwestschweiz einschneidende Konsequenzen haben wird. Denn: Zahlt Baselland weniger, zahlen wegen des Verteilschlüssels auch die anderen Träger weniger. «Ein Leistungsabbau ist daher programmiert», sagt Eymann.

Wo dieser stattfinden wird, müsse nun diskutiert werden. Für den Basler ist jedoch klar: «Im Fokus steht der FHNW-Standort Muttenz. Oder erklären Sie einmal den anderen Kantonen, weshalb bei ihnen gespart werden sollte.»

Neue Budgetierung

Im Kantonsrat hätte das abgewiesene Budget am übernächsten Mittwoch behandelt werden sollen. In den vorberatenden Gesprächen gab es kaum Opposition, so Klaus Fischer. Der Kanton Solothurn müsste statt 88 Millionen Franken jetzt 102,7 Millionen Franken für die kommende Periode über drei Jahre bezahlen. Er wäre aber immer noch der kleinste Träger des Gesamtbudgets von 674,9 Millionen Franken. Der Löwenanteil bezahlt der Kanton Aargau.

Nach dem Nein des Kanton Baselland beginnt die Budgetierung nun von vorne. Gemäss Fischer treffen sich die Vertreter in zwei Wochen erneut, um ein neues Budget auszuarbeiten. Die Zeit ist knapp. «Reicht es nicht mehr, das überarbeitete Budget in der Dezembersession zu behandeln, wird ab dem 1. Januar mit dem alten Budget weitergerechnet», so Fischer. Für die Studenten werde es keine Einschränkungen geben, verspricht Fischer.

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