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Kehrseite des Baubooms: Bauschutt-Deponien in der Nordwestschweiz

Die Kantone Basel-Stadt, Baselland und Solothurn suchen gemeinsam nach Bauschutt-Deponieraum. 2013 wollen sie Deponiestandorte in die Richtpläne schreiben. Vor allem im Raum Basel gibt es derzeit kaum mehr Kapazitäten.

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Massenweise Bauschutt

Massenweise Bauschutt

Zur Verfügung gestellt

Geeignete Bauschutt-Deponiestandorte würden «in enger Kooperation mit der Bauwirtschaft» gesucht, teilte die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion am Mittwoch mit. Allein an Aushub fallen trotz konsequenterem Recycling jährlich 300'000 bis 400'000 Kubikmeter Festvolumen an.

Neue Deponien geplant

Im dicht besiedelten Raum Basel sind die Deponien heute indes praktisch voll, und möglicherweise geeignete Kiesgruben liegen zumeist ausserhalb der Landesgrenzen - und unterstehen damit strengem EU-Recht. Engpässe haben vor allem Basel-Stadt und die Bezirke Arlesheim, Laufen in Baselland sowie Thierstein und Dorneck in Kanton Solothurn.

Ein Ingenieurbüro erhebt nun bis Ende Jahr geeignete Flächen im Auftrag der drei Kantone. Auch Baufirmen, Gemeinden und Private sind eingeladen, Vorschläge zu machen. Diese prüfen dann die Liste zusammen mit den Standortgemeinden. 2013 sollen die geeignetsten Deponie-Standorte in die jeweiligen Richtpläne aufgenommen werden.

Die Kantone müssen von Gesetzes wegen ihren Deponieraumbedarf für die kommenden 20 Jahre ermitteln und dafür Flächen sichern. Das aktuelle Verfahren folgt weitgehend dem Baselbieter Konzept für die Aushub- und Bauschuttentsorgung von 1998, wie einem Situationsbeschrieb des Amtes für Raumplanung zu entnehmen ist.