Zum Auftakt betrat die berittene Artilleriemusik Solothurn den Sandplatz und spielte mehrere Stücke und zum Abschluss den Solothurnermarsch, bei dem das Publikum natürlich mitklatschte. Als das Lied «Gilberte de Courgenay» aus den Lautsprechern erklang, zeigten sich die Artillerie, die Kavallerie, die so genannten Dragoner und die Train. Insgesamt waren nun etwa 60 Pferde gemeinsam auf dem Platz zu sehen. Ein imposantes Bild mit all diesen Reitern. Davon sassen die meisten Dragoner auf einem stattlichen Warmblutpferd.

Wie zu HD Läpplis Zeiten

Die Artillerie hatte ihre Kanone dabei, die von einem Sechsspänner gezogen wurde. Aber auch die Gulaschkanone durfte nicht fehlen. Die sorgte für einige Lacher und für Appetit bei denjenigen, denen der Duft der Suppe in die Nase stieg: «Jetzt wäre mal ein Teller fällig.» Die Train-Soldaten sassen nicht selber auf dem Rücken ihrer Pferde. Da diese nämlich Holz, Stroh- und Heuballen geladen hatten. Die Dragoner und Artilleristen erinnerten mit ihren historischen Uniformen und ihren «Kopfweh-Gamellen» stark an HD Läppli.

Ein älterer Herr bemerkte etwas wehmütig: «Es war halt doch etwas Schönes, die Kavallerie.» Hie und da wurde unter den Zuschauern auch etwas gefachsimpelt. «Jetzt müssen sie nur noch schiessen», so ein kleiner Junge ungeduldig beim Anblick der Kanone. Gleich dreimal knallte es danach bei der Angriffsübung. So laut, dass es durch Mark und Bein ging.

Besonders bewundert

Als es noch keine motorisierten Fahrzeuge gab, diente das Pferd vor allem als Nutz- und Lasttier. So zogen zwei Pferde die alte Mümliswiler Feuerwehrspritze und die Feuerwehrmänner mussten wie bei einer Draisine selber pumpen, damit das Wasser floss. Auch in der Landwirtschaft wurden früher Pferde eingesetzt, wie die Pferdezuchtgenossenschaft Falkenstein mit alten Landmaschinen zeigte.

Spring- und Dressurreiten heissen heute vorwiegend die Disziplinen. Dazu vollführten 16 Vereinsmitglieder eine eindrückliche Dressurquadrille – Reiten in synchronischer Formation. Für besonders viel Bewunderung und Jubel beim Publikum sorgte das Springreiten. Es war beeindruckend zu sehen, wie Pferd mitsamt Reiter so hohe Hindernisse elegant überwindet: «Bravo!»