Aeschi
Kätzchen, Häschen, Hühnchen und Co.

Die 14. Burghofnacht in Aeschi lockte, trotz «Aprilwetter», gegen 5000 Partygänger ins Wasseramt. Und die Burghofnacht liess niemanden im Regen stehen: Zwei Drittel des Geländes sind gedeckt.

Hans Peter Schläfli
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Burghofnacht in Aeschi
36 Bilder
Impressionen von der Burghofnacht in Aeschi
Impressionen von der Burghofnacht in Aeschi
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Impressionen von der Burghofnacht in Aeschi
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Impressionen von der Burghofnacht in Aeschi
Impressionen von der Burghofnacht in Aeschi
Impressionen von der Burghofnacht in Aeschi
Impressionen von der Burghofnacht in Aeschi
Impressionen von der Burghofnacht in Aeschi
Impressionen von der Burghofnacht in Aeschi
Impressionen von der Burghofnacht in Aeschi
Impressionen von der Burghofnacht in Aeschi
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Impressionen von der Burghofnacht in Aeschi
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Impressionen von der Burghofnacht in Aeschi
Impressionen von der Burghofnacht in Aeschi
Impressionen von der Burghofnacht in Aeschi

Burghofnacht in Aeschi

Hansjörg Sahli

Alle wollten sie auf den Burghof. Selbst der lästige Nieselregen, der immer wieder einsetzte, konnte am Samstag die Leute nicht davon abhalten. Mittendrin, in der Völkerwanderung, marschierten auch die beiden imaginären Wasserämter «Chräbis» Susi und Käthi die Burgaeschistrasse hinauf. Als Stammgäste der Burghofnacht hatten sie sich ihre Tickets im Vorverkauf besorgt und keinen Augenblick daran gedacht, das Fest ins Wasser fallen zu lassen.

So wie Susi und Käthi dachten die meisten. Es wurden dann zwar nicht 7000 Gäste, wie sich Urs Bucher erhoffte, der den Grossanlass gemeinsam mit dem Volleyballklub Aeschi und der Familie Aeschlimann auf dem Bauernhof bereits zum 14.Mal auf die Beine gestellt hatte. Aber die erste Schätzung lautete auf immerhin etwa 5000 Besucher.

Outfits dem Wetter entsprechend

Und die Burghofnacht liess niemanden im Regen stehen. Zwei Drittel des Geländes sind gedeckt. Aber aus den lauen Mittsommernachtsträumen wurde nichts: Es gab keine kurzen Röcke, «Tussi-Tops» oder hohe Absätze zu sehen. Auch unsere imaginären Wasserämter «Chräbis» hätten sich gerne etwas mehr aufgebrezelt, aber nun trugen sie halt Jeans, Turnschuhe und eine warme Jacke. So bestellten sich Susi und Käthi ihren ersten Shot, stellten sich strategisch günstig an eines der Lagerfeuer und schauten, was da so kommen möge.

Und das war eine rechte Portion Ballermann: Die Musik pendelte zwischen Mallorca und St. Anton. Hände in die Höhe und mitsingen war angesagt. Die österreichische Partyband Zündstoff legte mit ihren Gassenhauern und deutschen Schlagern im Raclette-Zelt eine Stimmung wie beim Après-Ski vor – das entsprach auch den Temperaturen.

«Die sehen aus wie sechs Berner an der Solothurner Fasnacht», meinte Käthi, als Master Jam die Bühne im Chatze-Schopf betraten, «ein Hut und eine Sonnenbrille, fertig ist das Kostüm.» Doch dann entpuppte sich Master Jam als der musikalische Höhepunkt der Burghofnacht. «Die Interpretationen der Pop-Klassiker konnten sich hören lassen», meinten Susi. «Aber bitte, besorgt euch ein neues Outfit.»

Hamburger, Bamigoreng oder Kaffee mit Kuchen? Susi und Käthi konnten sich fast nicht entscheiden. Im Maisloch duftete es – nein, nicht nach Polenta – nach Rösti. Mit Ei und Speck kostete die Portion 8 Franken. «Das ist fair», meinten unsere beiden imaginären Wasserämter «Chräbis», und so legten sie den Boden, damit sie noch lange feuchtfröhlich weiterfeiern konnten.

Feste und flüssige Nahrung

Nicht unter der Eiche, sondern dem Nussbaum hätten sie die Rösti gerne mit einem offenen Bier aus dem Luzernischen begossen. Aber die drei jungen Männer in gross karierten Flanellhemden – nennen wir sie Earl, Hickey und Randy – kamen mit den beiden Zapfhahnen nicht zurecht. Das dauerte Susi und Käthi einfach zu lange, und so kauften sie sich gleich nebenan das etwas fade Einheitsgebräu in der grünen Flasche aus Holland. Hauptsache, der Durst war weg.

Im Chatzen-Schopf trugen die Frauen kleine, schwarze Öhrchen in den Haaren, im Hasen-Schopf waren es sinnigerweise grosse weisse Ohren. Im Hühnerstall hatten sie Federboas um die Schultern, und so waren Susi und Käthi dann fast etwas enttäuscht, als die beiden jungen Männer aus der Oberaargauer Metropole, die sie im Kuhstall zu einem Drink einluden, keine Hörner trugen – oder wenigstens keine sichtbaren. Der Abend hatte die richtige Wende genommen und die beiden imaginären Wasserämter «Chrabis» kratzten die Kurve in den Söili-Chrumme, wo sie erleichtert feststellten, dass es hier gar nicht schweinisch zuging.

«Die Nacht war super. Es ist der Morgen, der mich so fertigmacht», zitierte Susi gegen drei Uhr den «coolen Onkel Charlie». So schwankten sie Arm in Arm Richtung Nightliner, der sie sicher in ihr Wasserämter Dorf zurückbrachte. Käthi wusste schon, dass sie von den fünf Handynummern, die sie sich zusammengeflirtet hatte, keine anrufen würde. «Tschüss und bis nächstes Jahr, an der 15. Burghofnacht.»

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