Die Sektion Solothurn der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft (SSO) sei besorgt, dass Schülerinnen und Schüler wieder vermehrt zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten und Softdrinks konsumieren würden, wurde am Dienstag im in Solothurn von Vertretern der Zahnärzte-Gesellschaft festgestellt.

Das unter diesen Umständen wieder wachsende Risiko von Karies und einer ungesunden Ernährung der Kinder und Jugendlichen sei für die SSO-Solothurn Anlass, sich engagiert für die Zahngesundheit der Kinder und Jugendlichen einzusetzen.

Dazu gehörten Massnahmen der Schulzahnpflege, Zahnbürstübungen und die Aktion Znünibox zur Förderung einer zahngesunden Ernährung.

Tipps für Kinder und Eltern

Nach Angaben der Verantwortlichen von SSO-Solothurn soll das Projekt Znünibox den Schulkindern und ihren Eltern im Kanton konkret zeigen, was gesunde und zahnschonende Zwischenmahlzeiten sind: «Frische Früchte und rohes Gemüse liefern Energie und wertvolle Inhaltsstoffe. Hinzu kommen, je nach Hunger und Bewegungsdrang, ungesüsste Cracker oder ein Stück Vollkornbrot mit etwas Käse und einer Handvoll Nüssen.»

Am Dienstag zeigte Schulzahnpflege-Instruktorin Caroline Jaeggi einer ersten Primarklasse im Solothurner Schulhaus Hermesbühl, dass zu einer sorgfältigen Mundhygiene auch gesunde Zwischenmahlzeiten gehören.

Die Schülerinnen und Schüler erhielten ihre persönliche Znünibox für die Pausenverpflegung. Caroline Jaeggi präsentierte ihnen zahngesunde Früchte und Gemüse und gab auch einen Pausenapfel ab. Ein Znüniflyer vermittelt den Eltern wertvolle Tipps für gesunde Zwischenverpflegungen für ihre Kinder.

Für Nachhaltigkeit ist beim Projekt gesorgt: Die Instruktorinnen besuchen die Primarklassen regelmässig und greifen das Thema immer wieder auf.

Über 14 000 Boxen verteilt

Die Aktion Znünibox sei im Kanton «äusserst erfolgreich» heisst es bei der SSO-Solothurn: «2010 bis 2015 wurden über 14 300 Znüniboxen an Schüler und Schülerinnen abgegeben – nicht eingerechnet jene Boxen, welche die Berner Kantonalbank BEKB in ihren Filialen und an den Familientagen jeweils verteilt.»

Das Projekt wird getragen von der SSO, dem Gesundheitsamt des Kantons und der Gesundheitsförderung Schweiz. (mgt)