Kanton Solothurn

«Zwei starke Persönlichkeiten»: Die FDP will mit Remo Ankli und Peter Hodel in die Regierung

Das vorgeschlagene FDP-Ticket Hodel/Ankli. (Archivbild)

Das vorgeschlagene FDP-Ticket Hodel/Ankli. (Archivbild)

Neben dem Bisherigen Remo Ankli soll Fraktionspräsident Peter Hodel in die Exekutive einziehen – so will es der Parteivorstand.

Alles andere wäre eine faustdicke Überraschung gewesen: Wenn es nach dem Willen des Parteivorstands der FDP geht, soll der Schönenwerder Meisterlandwirt, Gemeinde- und Fraktionspräsident Peter Hodel für die Freisinnigen den vor vier Jahren an die Grünen verlorenen zweiten Regierungsratssitz zurückholen.

Dies unter der Annahme, dass der bisherige Regierungsrat und Bildungsdirektor Remo Ankli, der zur Wiederwahl vorgeschlagen wird, den Sprung in die Exekutive neuerlich schafft. Woran niemand zweifelt: Der 47-jährige Schwarzbube aus Beinwil sitzt nach bald zwei Amtsperioden fest im Sattel.

Hodel war schon einmal auf der Shortlist

Der 53-jährige Niederämter Hodel, der nicht nur Vorsitzender der Suchthilfe Ost GmbH, sondern auch Vizepräsident des Einwohnergemeindeverbands sowie des Regionalvereins Olten-Gögen-Gäu und Präsident des kantonalen Blasmusikverbands ist, nimmt parteiintern den zweiten Anlauf für eine Regierungsratskandidatur. Er wäre schon 2017 gern vom Parlament in die Regierung gewechselt. Doch er scheiterte in einem schwierigen parteiinternen Auswahlverfahren, das in den historischen Sitzverlust mündete.

Nun soll alles anders werden: «Mit Remo Ankli und Peter Hodel verfügt die FDP über zwei starke, breit abgestützte und erfahrene Persönlichkeiten, die bereit sind, in der Solothurner Regierung Verantwortung zu übernehmen», hält die Partei nach ihrer Vorstandssitzung fest. Am Zug ist nun der Parteitag, der am 20. Oktober in Solothurn tagen wird. Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn der Vorschlag des Parteivorstands dannzumal nicht unterstützt würde.

Auswahlverfahren mit über einem Dutzend Personen

Der Nomination ist – gewitzigt aus dem Debakel vor vier Jahren – «ein mehrmonatiges Auswahlverfahren durch einen parteiinternen Ausschuss vorangegangen», sagt Parteipräsident Stefan Nünlist. Dabei seien «mit zahlreichen Interessierten aus dem ganzen Kanton» Gespräche geführt worden. Konkret ist von einem guten Dutzend die Rede. Darunter, so Nünlist, seien auch «mehrere starke freisinnige Frauen» gewesen. Am Ende sei das Votum für Peter Hodel aber deutlich ausgefallen.

Zudem sagt Nünlist, angesprochen auf die Regionen- und Geschlechterfrage: Aufgrund der sich darbietenden Konstellation für die bevorstehenden Wahlen seien die beiden Fragen nach heutigem Stand der Dinge im kommenden Frühling «eher zweitrangig». Vielmehr komme es nun darauf an, «fähige, integrative Köpfe mit Führungsqualitäten in unsere Regierung zu wählen».

Einer, der ebenfalls im Gespräch war, ist der Lüterkofer Gemeindepräsident Roger Siegenthaler, Präsident des Einwohnergemeindeverbands. Er sagte nach dem Scheitern seiner Kandidatur: «Sicher wäre ich sehr gern der Kandidat gewesen, aber der Vorstand, dem ich eben nicht angehöre, hat anders entschieden – c’est la vie.»

Autor

Balz Bruder

Balz Bruder

Meistgesehen

Artboard 1