Luterbach/Nuglar
Zwei Solothurner Projekte von «Hochparterre» ausgezeichnet

Hochparterre, die Zeitschrift für Architektur, Planung und Design, hat in verschiedenen Kategorien die Besten dieses Jahres ausgezeichnet. Dazu gehören auch zwei Solothurner Projekte.

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Architektur Gold: Wohnatelierhaus Altes Weinlager, Nuglar

Architektur Gold: Wohnatelierhaus Altes Weinlager, Nuglar

Mark Niedermann
Landschaft Silber: Uferpark Attisholz, Luterbach

Landschaft Silber: Uferpark Attisholz, Luterbach

Rolf Siegenthaler

Seit 1993 prämiert Hochparterre jährlich die besten Bauten und Objekte in Architektur, Design und Landschaftsarchitektur. Am Dienstag wurden «Die Besten 2019» im Museum für Gestaltung in Zürich präsentiert.

In den Kategorien Architektur und Landschaftsarchitektur sind Solothurner Projekte zu finden. In der Architektur wird das Wohnatelierhaus Altes Weinlager in Nuglar mit Gold prämiert. In der Kategorie Landschaftsarchitektur wird der Uferpark Attisholz in Luterbach mit Silber ausgezeichnet.

Architektur Gold: Wohnatelierhaus Altes Weinlager, Nuglar

Architektur Gold: Wohnatelierhaus Altes Weinlager, Nuglar

Mark Niedermann

Und so lautet die Bewertung der Jury: «Das Atelierwohnhaus in Nuglar baut auf dem auf, was da ist: dem Kellergeschoss und den Mauerresten eines alten Weinlagers. So bewahrt der Ersatzumbau einen Teil der Identität des Dorfs und spart graue Energie. Bemerkenswert ist der Wille der Architektin, die Dinge mit dem Holzbauer selbst in die Hand zu nehmen. Sie überwindet das Gärtchendenken der Einfamilienhäuser rundherum und rückt die Bewohner zusammen. Die Architektur mischt lustvoll ländliche und industrielle Themen und findet einen kraftvollen zeitgenössischen Ausdruck. Der reduzierte Grundausbau zeigt, dass weniger mehr sein kann. Die Konstruktion lässt die Möglichkeit für Veränderung offen und lädt die Bewohnerinnen dazu ein, selbst weiterzubauen. Das hat Zukunft.»

Der Uferpark Attisholz in Luterbach
8 Bilder
Die alte Kläranlage machte das Team von Mavo Landschaft begehbar und lässt die Besucher damit ein Stück Geschichte erleben.
Uferpark Attisholz.
Die Anlage aus der Luft
In der Kantine 1881 ist ein Restaurant untergebracht
Zur Eröffnung wurde das Areal Attisholz Nord mit einer Lichtshow bespielt
Zur Eröffnung wurde das Areal Attisholz Nord mit einer Lichtshow bespielt

Der Uferpark Attisholz in Luterbach

zvg

Auf diese Weise beschreibt die Jury den Uferpark: «Die Schönheiten des Orts sehen und sichtbar machen, so lautete das ungeschriebene Motto der Landschaftsarchitektinnen von Mavo. Ihr Ansatz pendelt zwischen pragmatischer Umnutzung, etwa der ehemaligen Kläranlage in eine dreidimensionale Spazier- und Kletterlandschaft, und urbanem Design, etwa des Platzes vor dem neuen Restaurant. Geschickt lassen die Landschaftsarchitektinnen neue Orte entstehen, schneiden Fenster in die Landschaft oder verknüpfen Fluss-, Damm- und Aussichtsniveau. Entstanden ist ein zeitgenössischer Park, der es schafft, den Bogen zwischen Geschichte und Zukunft des Orts, zwischen Ökologie und Infrastruktur oder zwischen Naturschutz und Freizeitanlage zu schlagen, und der als Beschleuniger der städtebaulichen Entwicklung funktionieren wird.»

Die Preisträger im Überblick:

Architektur Gold: Wohnatelierhaus Altes Weinlager, Nuglar
9 Bilder
Architektur Silber: Firmensitz Max Felchlin AG, Ibach
Architektur Bronze: Schulanlage Les Vergers, Meyrin GE
Design Gold: Lernlandschaften im Schulhaus St. Johann, Basel
Design Silber: Popy Matigot, Genf: Masterarbeit ‹ The Reading Lantern ›
Design Bronze: Bachelorarbeit ‹Augen zu›
Landschaft Gold: Umgebungsgestaltung Schulhaus Krämeracker, Uster
Landschaft Silber: Uferpark Attisholz, Luterbach
Landschaft Bronze: Studio Dietikon, Dietikon

Architektur Gold: Wohnatelierhaus Altes Weinlager, Nuglar

Mark Niedermann

Eine Präsentation der prämierten Projekte ist bis am 5.Januar 2020 im Museum für Gestaltung, Ausstellungsstrasse 60, Zürich, zu sehen. (mgt)