Wahlen 2013
Zwei Frauen und sieben Männer wollen in den Regierungsrat

Der Anmeldeschluss für die Kandidaten bei den kantonalen Wahlen brachte keine weiteren Überraschungen. Der einzige wilde Kandidat bleibt der parteilose Hugo Ruf. Damit bewerben sich insgesamt neun Kandidaten für die fünf Regierungsratssitze.

Elisabeth Seifert
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Esther Gassler und ...

Esther Gassler und ...

Felix Gerber

Mit drei Vakanzen ist die Ausgangslage für die Wahlen in die Exekutive so spannend wie schon lange nicht mehr. Als sicher gilt zudem, dass es einen zweiten Wahlgang (14. April) brauchen wird, bis die Regierung vollständig bestellt ist.

So streiten sich um die Nachfolge der drei nicht mehr antretenden Regierungsräte Christian Wanner (FDP), Walter Straumann (CVP) und Klaus Fischer (CVP) nicht weniger als fünf Parteien. Die CVP und die FDP, die ihren Besitzstand von je zwei Sitzen wahren wollen, werden von der SP, der SVP, den Grünen und dem – allerdings kaum bekannten – parteilosen Hugo Ruf herausgefordert.

Gassler und Gomm im Ersten

Eine reelle Chance, am 3. März das absolute Mehr zu erreichen, haben lediglich die beiden bisherigen Regierungsräte Esther Gassler (FDP) und Peter Gomm (SP). Sie garantieren, dass die Regierungsarbeit im Sinn der letzten acht Jahre fortgeführt wird. Ihre Zufriedenheit mit dem jetzigen Regierungskollegium haben die Stimmbürger vor vier Jahren unter Beweis gestellt – und alle fünf Amtsinhaber im ersten Wahlgang wiedergewählt. Die Attacke durch das Fünferticket der SVP blieb chancenlos. Zum Verhängnis werden könnte den beiden Bisherigen, dass ein Grossteil der Partei-gebundenen Wähler diesmal im ersten Wahlgang einzig die Kandidaten ihrer Partei auf den Wahlzettel schreiben.

Die CVP verteidigt ihren Anspruch auf zwei Sitze zum einen mit dem langjährigen – und in politischen Kreisen breit anerkannten – Kantonsrat Roland Heim (Solothurn). Zu kämpfen haben dürfte er mit seiner fehlenden Bekanntheit über den engeren politischen Zirkel hinaus.

Roland Fürst (Gunzgen), der zweite CVP-Kandidat, ist aufgrund einer Ständeratskandidatur (2009) und seinem Amt als Direktor der Handelskammer sicher besser bekannt. Den zweiten Sitz der FDP will der erst 39-jährige Kantonsrat Remo Ankli (Beinwil) halten.

Er wird beweisen müssen, dass er sich nicht nur innerhalb der eigenen Partei über grosse Beliebtheit erfreut. Einen zweiten Sitz für die SP holen soll mit Andreas Bühlmann (Biberist) ein Kandidat, der sich als Chef im Amt für Finanzen weit über die Parteigrenzen hinaus einen Namen gemacht hat. Die SVP erhofft sich ihren Einzug in die Regierung von Kantonsrat Albert Studer, der als Gemeindepräsident von Hägendorf über eine bereite Akzeptanz verfügt. Obwohl Vertreterin einer kleinen Partei, dürfte die Solothurnerin Brigit Wyss, ehemalige Nationalrätin und Bundesratskandidatin der Grünen, so manchem Kandidaten der grossen Parteien gefährlich werden.

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