Abstimmung
Zwei-Drittel-Mehrheit für Bürgerspital-Neubau Solothurn

Mit überraschender Deutlichkeit ist im Kanton Solothurn der 340-Mio.-Kredit für den Neubau des Bürgerspitals Solothurn gutgeheissen worden: 65,12 Prozent der Stimmenden sagten Ja, deren 34,88 Nein. In absoluten Zahlen: 42 693Ja standen 22 867 Nein gegenüber. Die Stimmbeteiligung lag bei 38,36 Prozent.

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Neubau Bürgerspital

Neubau Bürgerspital

Solothurner Zeitung

Der Neubauvorlage ist in neun von zehn Bezirken mehr oder weniger deutlich angenommen worden. Am deutlichsten am Standort selber, im Stadtbezirk Solothurn, wo sich über 81,4 Prozent der Stimmenden für die Vorlage aussprachen. Komfortable bis deutliche Ja-Anteile zwischen 58 bis 77 Prozent, gab es auch in acht weiteren Bezirken. Das einzige schroffe Nein stammt aus dem ennet des Jura gelegenen Bezirk Thierstein - quasi eine späte «Rache» für die seinerzeitige Schliessung des Bezirksspitals Breitenbach (das sich heute als Senioren- und Gesundheitszentrum bewährt).

Ein Trotz-Nein aus der Stadt Grenchen

Ein - aus ähnlichen Gründen erwartetes - klares Nein gab es in der Stadt Grenchen: Dort lehnten fast 56 Prozent der Stimmenden den Neubaukredit ab. Auch dies eine Reaktion auf die kantonale Spitalpolitik, konkret die Schliessung des Akutspitals Grenchen. Selbst wenn heute in der Praxis das Bürgerspital Solothurn längst auch das Spital der Patienten aus dem nur rund 15 Kilometer entfernten Grenchen ist, ist die geschlagene Wunde in der Grenchner Volksseele offensichtlich noch nicht verheilt. (ums.)

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Hansjörg Sahli