Biberist
Zwei Bäckereien in Biberist unterstützen eine ökumenische Kampagne

Von Aschermittwoch bis Ostersonntag bieten zwei Bäckereien in Biberist ein spezielles Brot an. 50 Rappen pro Brot gehen an die ökumenische Kampagne, welche unter dem Motto: «Ohne Land kein Brot» steht.

Agnes Portmann-Leupi
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50 Rappen pro Brot gehen an die Kampage. (Symbolbild)

50 Rappen pro Brot gehen an die Kampage. (Symbolbild)

www.naturparkthal.ch

«Hartes Brot ist hart, kein Brot ist härter», besagt ein altes Sprichwort. Für den Kampf gegen Hunger in der Welt ruft die ökumenische Kampagne von Fastenopfer und Brot für alle auf. Dafür bieten Bäckereien und Konditoreien in der ganzen Schweiz zum sechsten Mal von Aschermittwoch bis Ostersonntag ein «Brot zum Teilen» an. Erstmals verkaufen auch die Biberister Bäckereien Staudenmann und Panino/Pralino ein spezielles Brot, das mit dem Fastenopfer-Fähnchen gekennzeichnet ist. Auf die Aktion aufmerksam gemacht wurden sie von den beiden Kirchgemeinden. Im Panino/Pralino soll das jeden Monat neu kreierte Monatsbrot zum Verkaufsschlager werden. Dass die Bäckerei an der Aktion mitmacht, ist laut Christine Reutzel selbstverständlich. Ebenso klar war die Teilnahme aus solidarischen Gründen für die Bäckerei Staudenmann im Bleichenberg. «600 Läden beteiligten sich im letzten Jahr an der Aktion, heuer sind es leider noch nicht so viele», bedauert Thomas Schubiger von «Fastenopfer», der auf weitere Anmeldungen hofft.

50 Rappen pro Brot

Rund 100 000 Spezialbrote gingen im letzten Jahr mit einem kleinen Solidaritätszuschlag über die Ladentische. 50 Rappen pro Brot überweisen die Bäckereien nach Ostern an die ökumenische Kampagne unter dem Motto «Ohne Land kein Brot». Immer mehr verlieren nämlich Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Afrika, Asien sowie Lateinamerika ihr fruchtbares Ackerland und damit ihre Lebensgrundlage und ihr tägliches Brot. Ausländische Spekulanten und Investoren kaufen Land in diesen ärmeren Regionen der Welt. Anstelle der Nahrungsmittel für die lokale Bevölkerung wachsen auf riesigen Plantagen Monokulturen, meistens Mais und Soja, für Agrotreibstoffe und Futtermittel. Gegen diesen legalisierten Landraub, auch «Land Grabbing» genannt und für das Recht auf Nahrung, setzt sich die ökumenische Kampagne ein. Für eine entsprechende Unterstützung gilt es, überall nach dem mit einem Fähnchen gekennzeichneten Brot Ausschau zu halten.

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