Kanton Solothurn
Zwei Architekturprojekte werden ausgezeichnet, fünf erhalten eine Anerkennung

An der diesjährigen Verleihung der «Architekturauszeichnungen Kanton Solothurn» wurden die Innenrestaurierung mit der neuen Chorraumgestaltung der St. Ursenkathedrale und die Umnutzung der Schuhfabrik Hug in Dulliken ausgezeichnet.

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Architekturpreis-Wettbewerb: Projekte mit Auszeichnund und Anerkennung
13 Bilder
Bauherr und Architektenteam der St. Ursen-Kathedrale
Ausgezeichnetes Objekt: Umnutzung Schuhfabrik Hug in Dulliken Bauherrschaft: ncw ag, Markus Ehrat, Windisch Architektur: Adrian Streich Architekten AG, Zürich
Bauherr und Architektenteam Hugi Dulliken
Das Innere der Schuhfabrik Hug
So hat die Schuhfabrik vor dem Umbau ausgesehen.
Anerkennung: Fassadensanierung des Sälischulhauses in Olten Bauherrschaft: Einwohnergemeinde Olten, Olten Architektur: werk1 Architekten und Planer AG, Olten
Anerkennung: Umbau und Sanierung des Kantonsratssaals Bauherrschaft: Hochbauamt des Kantons Solothurn, Solothurn Architektur: Guido Kummer + Partner Architekten, Solothurn
Anerkennung: Kunstobjekte «Lampenschirm» (im Bild) und «Labyrinth» von Ruedi Fluri Bauherrschaft: Quartierverein Weststadt Solothurn, Solothurn Kunstschaffender: Ruedi Fluri, Solothurn
«Labyrinth» von Ruedi Fluri
Anerkennung: Neubau Fachhochschule Nordwestschweiz, Olten Bauherrschaft: Kanton Solothurn, Solothurn und Fachhochschule Nordwestschweiz, Olten Architektur: Bauart Architekten und Planer AG, Bern
Anerkennung: Neubau Wohnhaus Stöckli, Balsthal Bauherrschaft: Verena Krippl, Wollerau Architektur: Pascal Flammer, Zürich
Im Innern des Wohnhauses

Architekturpreis-Wettbewerb: Projekte mit Auszeichnund und Anerkennung

Hanspeter Bärtschi

Im Rahmen des vom Kantonalen Kuratorium für Kulturförderung und der sia Solothurn durchgeführten Wettbewerbs «Werke aus dem gestalteten Lebensraum 2010-2013» wurden insgesamt 21 Projekte eingereicht.

Diese wurden von der Jury (siehe Kasten) beurteilt.

Die Jury

Fachpreisrichter: Architektin Evelyn Enzmann (Zürich), Ingenieur HTL Walter Bieler (Bonaduz) und Architekt Daniel Kündig (Zürich)

Sachpreisrichter: Die Achitekten Boris Szélpal (Solothurn, Vertretung des Kuratoriums für Kulturförderung) und Bernhard Straub (Solothurn, Vertretung sia Solothurn)

«Mutiger Entscheid»

Die Stärke der Restauration der St. Ursenkathedrale liege im «mutigen Entscheid, historischer Bausubstanz auf den Zahn zu fühlen», heisst es in der Begründung zur Auszeichnung.

Durch die Bearbeitung der Innenwände hätten Originalzustände, wie sie zur Zeit der Eröffnung der Kathedrale im Jahr 1773 vorzufinden waren und bis zum Zeitpunkt des Brandanschlags durch mehrere Übermalungen verdeckt lagen, weitgehend wieder hergestellt werden können. Aus der Renovation sei eine «musterhafte Rückführung zum Urzustand» geworden.

«Zukunftsweisender Charakter»

Bei der ehemaligen Schuhfabrik Hugi in Dulliken sei eine ganzheitliche Umbaustrategie entstanden, die ebenso Reparatur wie Neuorganisation war, begründet die Jury. «Die ‹Hugi› war und bleibt ein Baudenkmal mit zukunftsweisendem Charakter.»

Folgende Projekte bekamen eine Anerkennung: Neubau Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten, Fassadensanierung des Sälischulhaues in Olten, Umbau und Sanierung des Kantonsratssaals, Neubau des Wohnhauses Stöckli in Balsthal und die Kunstobjekte «Labyrinth» und «Lampenschirm» des Solothurners Ruedi Fluri.

Bereits die 6. Verleihung

Der Solothurner Regierungsrat hat die «Architekturauszeichnungen Kanton Solothurn» bereits zum sechsten Mal vergeben.

In einer Ausstellung im Kunsthaus Grenchen sind die Eingaben noch bis zum 17. November zu sehen. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. (ldu)