Im Rahmen des vom Kantonalen Kuratorium für Kulturförderung und der sia Solothurn durchgeführten Wettbewerbs «Werke aus dem gestalteten Lebensraum 2010-2013» wurden insgesamt 21 Projekte eingereicht.

Diese wurden von der Jury (siehe Kasten) beurteilt.

Zwei Projekte sind an der Verleihung von Donnerstag im Rahmen der Grenchner Wohntage ausgezeichnet worden, fünf weiteren wurde eine Anerkennung verliehen. Zu den Siegern gehören die St. Ursenkathedrale und die ehemalige Schuhfabrik Hugi in Dulliken.

«Mutiger Entscheid»

Die Stärke der Restauration der St. Ursenkathedrale liege im «mutigen Entscheid, historischer Bausubstanz auf den Zahn zu fühlen», heisst es in der Begründung zur Auszeichnung.

Durch die Bearbeitung der Innenwände hätten Originalzustände, wie sie zur Zeit der Eröffnung der Kathedrale im Jahr 1773 vorzufinden waren und bis zum Zeitpunkt des Brandanschlags durch mehrere Übermalungen verdeckt lagen, weitgehend wieder hergestellt werden können. Aus der Renovation sei eine «musterhafte Rückführung zum Urzustand» geworden.

«Zukunftsweisender Charakter»

Bei der ehemaligen Schuhfabrik Hugi in Dulliken sei eine ganzheitliche Umbaustrategie entstanden, die ebenso Reparatur wie Neuorganisation war, begründet die Jury. «Die ‹Hugi› war und bleibt ein Baudenkmal mit zukunftsweisendem Charakter.»

Folgende Projekte bekamen eine Anerkennung: Neubau Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten, Fassadensanierung des Sälischulhaues in Olten, Umbau und Sanierung des Kantonsratssaals, Neubau des Wohnhauses Stöckli in Balsthal und die Kunstobjekte «Labyrinth» und «Lampenschirm» des Solothurners Ruedi Fluri.

Bereits die 6. Verleihung

Der Solothurner Regierungsrat hat die «Architekturauszeichnungen Kanton Solothurn» bereits zum sechsten Mal vergeben.

In einer Ausstellung im Kunsthaus Grenchen sind die Eingaben noch bis zum 17. November zu sehen. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. (ldu)