Dieter Kaegi
Zur Renovation des Foyers im Stadttheater Biel: «Kosmetik ist doch legitim»

Der Theaterdirektor Dieter Kaegi freut sich über die Renovation des Foyers im Stadttheater Biel. Ein Interview.

Fränzi Zwahlen-Sahner
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Der neugestaltete Foyer-Raum im Stadttheater Biel mit einer grosszügigen Bar und der kleinen Studiobühne. Auch die alte Bausubstanz erstrahlt wie neu.

Der neugestaltete Foyer-Raum im Stadttheater Biel mit einer grosszügigen Bar und der kleinen Studiobühne. Auch die alte Bausubstanz erstrahlt wie neu.

Zur Verfügung gestellt

Das Foyer des Stadttheater Biel konnte dank Gönnerunterstützung für 150 000 Franken einer sanften Renovation unterzogen werden und strahlt in neuem Glanz. Dies, obwohl die Stadt Biel 2013 die Sanierung des Foyers als nicht dringend einstufte. Doch die Theaterverantwortlichen gaben nicht auf. Theaterdirektor Dieter Kaegi ist jetzt sehr zufrieden.

Dieter Kaegi, was war aus Ihrer Sicht das Dringendste, bei der Neugestaltung des Foyers?

Dieter Kaegi: Mehr Raum für das Publikum, mehr Raum für Veranstaltungen zu generieren, unserem Publikum einen Ort zu bieten, der zeitgemäss ist, der zum Verweilen einlädt.

Ging es nicht nur um eine Art von «Kosmetik», wie von Gegnern der Sanierung gesagt wurde?

Nicht nur, aber sicher auch. Kosmetik ist doch legitim? Wir hatten nur einen Bruchteil des Geldes zur Verfügung, der 2013 ursprünglich für die Renovierung veranschlagt war und vom Stadtrat zurückgewiesen wurde. Angesichts dieser Tatsache haben wir ein kleines Wunder geschaffen.

Was ist nach der Renovation aus Ihrer Sicht jetzt besonders gut gelungen?

Zuerst freue ich mich, dass wir das Projekt ohne öffentliche Mittel haben umsetzen können. Die grosszügige Bar, die kleine ‹Studiobühne›, die neue Farbgebung, die Reduktion aufs Wesentliche, die Signaletik, die Hervorhebung der alten Bausubstanz.

Welchen Mehrwert konnten Sie erreichen? Der Raum soll jetzt ja auch privaten Nutzungen offen stehen.

Das wird sich erweisen, ich hoffe auf zahlreiche Veranstaltungen ausserhalb unseres bestehenden Angebots.

Wie reagiert das Publikum auf die Neugestaltung? Findet man sich noch zurecht?

Der Zuspruch ist enorm!

Wie hoch belaufen sich nun die Kosten und wie wurde die Finanzierung möglich?

Wir haben von Sponsoren und Gönnern insgesamt rund 150 000.- für die Renovierung zusammentragen können.

Und wer hat alles diese Beiträge geleistet?

Energie Service Biel und der Lotteriefonds des Kantons Bern haben massgeblich geholfen. Dazu kamen unsere Fördervereine: AMIS, TOBS VIP Club 360, Theaterverein Biel und Freunde des Sinfonie Orchesters Biel Solothurn.