Kundenfreundlicher soll sie werden, die kantonale Gebäudeversicherung (SGV). Dazu muss das Gesetz zur Gebäudeversicherung revidiert werden. Das bisherige Gesetz stammt aus dem Jahr 1972. Änderungen drängen sich auf. Diese waren am Mittwoch Thema im Kantonsrat. Bevor das Gesetz totalrevidiert wird, kommt aber die «Pinselrenovation», wie es Angela Kummer (Grenchen) für die SP-Fraktion ausdrückte.

Dazu gehören «kleine, aber nicht unwichtige Punkte», erörterte Sachkommissionssprecher Daniel Urech (Grüne, Dornach). Beispielsweise sollen Bauten ab Baubeginn von der Versicherung gedeckt werden. Oder ein überholter Paragraph dazu, dass SGV und Gemeinden für Gebäudenummerierungen zuständig sind, soll gestrichen werden.

Zu dieser Teilrevision gab es während der Debatte keine Einwände. Dafür wurden bereits einige kritischere Punkte genannt, die im Hinblick auf die bevorstehende Totalrevision etwas mehr Diskussionsstoff bieten dürften. So etwa die Schätzungskommissionen der Amteien. Diese schätzten bisher den Wert von Häusern und Schäden ein. Weil das heutzutage auch eine Fachperson mit Tablet alleine machen kann, sollen sie abgeschafft werden. Dagegen wehrt sich die SVP-Fraktion.

Zudem dürften auch Aufgaben wie diejenigen im Brandschutzbereich, welche die SGV nebst ihrem Monopolauftrag ausführt, noch Thema werden. Damit konkurrenziere die SGV nämlich private Unternehmen, hiess es von mehreren Seiten. Auch dieser Punkt soll noch vertieft angeschaut werden. Zunächst kommt aber die unumstrittene Teilrevision – das Parlament überwies das Geschäft einstimmig mit 97 Ja-Stimmen bei 0 Enthaltungen.