Leserwandern: Das war die 14. Etappe
Zu den Löwen hinter dem Berg – auf der letzten Abendwanderung den Tieren im Zoo gute Nacht sagen

Die 14. Etappe führte in den Zoo Sikypark, dem neuen Zuhause der Raubkatzen von René Strickler.

Rebekka Balzarini
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Leserwandern 14. Etappe: Wanderleiterin Susanne Im Hof begrüsst die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Moutier.
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Leserwandern 14. Etappe: 77 Wanderer liefen auf der 14. Etappe auf einer Abendwanderung von Moutier nach Crémines.
Leserwandern 14. Etappe: Die Wanderung fand ausschliesslich im Kanton Bern statt.
Leserwandern 14. Etappe: Herrlich idyllisch, und vor allem erstmals nicht mehr brütend heiss war es auf der Etappe «hinter dem Berg».
Leserwandern 14. Etappe: Im ältesten Haus des Berner Juras wurde früher und wird noch immer geräuchert. Luzia Meister, Stadtschreiberin von Grenchen, begab sich ins dunkle Innere.
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Leserwandern 14. Etappe: Auf dem Hof von Familie Gafner ob Moutier waren alle ganz fasziniert von diesen glücklichen Hühnern.
Leserwandern 14. Etappe: Dort gab es dann auch eine kleine Zwischenverpflegung für die Wanderer: Äpfel und Pflaumen frisch vom Baum. Vielen Dank Susanne Im Hof fürs Organisieren und sponsern!
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Leserwandern 14. Etappe: Bekanntschaft der speziellen Art: Emiro (Hund von Kantonsrat Remo Bill, Grenchen) und eine wenig schüchterne Geiss vom Hof.
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Leserwandern 14. Etappe: Felix Wettstein, Grünen-Kantonsrat aus Olten.
Leserwandern 14. Etappe: Prominente Wanderschaft oben v.l.: Remo Bill, Vize-Stadtpräsident Grenchen und Kantonsrat SP SO, mit Hund Emiro; Elisabeth Augstburger, ehemalige Landratspräsidentin EVP BL; Felix Wettstein, Kantonsrat Grüne SO; Stefan Hug-Portmann, Gemeindepräsident Biberist SO; Mathias Stricker, Kantonsrat SP SO. Unten v.l.: Urs Unterlerchner, Kantonsrat FDP SO, Nicole Hirt, Kantonsrätin GLP, mit Hündin Ayla.
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Leserwandern 14. Etappe: Elisabeth Augstburger, ehemalige Landratspräsidentin EVP BL, ist bereits zum vierten Mal dabei.
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Leserwandern 14. Etappe: Und wir sind am Ziel, dem Zoo von Crémines, dem Siky Park.
Leserwandern 2018: 14. Etappe
Leserwandern 14. Etappe: Er wird gerade umgebaut, um ab Ende August den Raubieren von René Strickler ein neues Zuhause zu geben. Wir durften schonmal einen Blick erhaschen.
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Leserwandern 14. Etappe: Hoi!
Leserwandern 14. Etappe: Biberists (SO) Gemeindepräsident Stefan Hug-Portmann schaut sich die Affen an.

Leserwandern 14. Etappe: Wanderleiterin Susanne Im Hof begrüsst die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Moutier.

Thomas Ulrich

Der Zoo Sikypark in Crémines war ein Highlight meiner Kindheit. Damals hiess der Zoo noch Siky Ranch und war eine Teilentschädigung dafür, dass meine Familie von der Ostschweiz in den Kanton Solothurn nach Welschenohr gezogen war. Beim Beobachten der weissen Tiger vergassen meine Schwester und ich das Heimweh.

In der Siky Ranch hatte ich später, mit zwölf Jahren, meinen ersten Ferienjob. Zwei Wochen lang führte ich von 14 bis 17 Uhr Ponys im Kreis herum, für 20 Franken pro Tag. Dass mich die launischen Viecher mehr als einmal gebissen haben, war mir egal. Ich war reich und konnte den ganzen Nachmittag Ponys streicheln. In der Zeit stand die Siky Ranch aber auch regelmässig in der Kritik. Vor allem die Haltung der Raubkatzen galt als veraltet und nicht artgerecht.

Der neue Siky Park und René Strickler

Alle Informationen zum umgebauten und erweiterten Siky Park finden Sie hier.

Die ganze Geschichte von Dompteur René Strickler und seinen Raubtieren finden Sie hier. 

Im Jahr 2014 verkaufte der damalige Besitzer Jerry Wegmann schliesslich die Ranch. Der Nachfolger Christophe Keller trennte sich von den Raubtieren, neu zogen Raubvögel nach Crémines. Die Falknerei war aber nur mässig erfolgreich und hatte bald finanzielle Probleme.

Zwei Probleme, eine Lösung

Doch dann fand sich plötzlich ein Partner, der genauso froh war um die Siky Ranch wie umgekehrt: René Strickler vom Raubtierpark Subingen war ebenfalls schon länger in Not und suchte einen Platz für seine Raubtiere. Eigentlich hätte Strickler seinen Raubtierpark in Subingen schon seit Jahren räumen müssen. Er konnte die Ranch von Keller schliesslich übernehmen unter der Bedingung, dass die Raubvögel in Crémines bleiben dürfen. Keller und Strickler konnten damit beide ihr jeweiliges Projekt retten.

Im letzten Sommer begannen die Bauarbeiten in Crémines, in diesem August feiert der Zoo die Neueröffnung. Für die Teilnehmer der 14. Etappe war es möglich, schon vorher einen Blick in den renovierten Park zu werfen. Übrigens mit der grössten Löwenanlage der Schweiz.

Das war die 14. Etappe:

Walgesang Ob es denn auch funktioniere, das Megafon, wollte Wanderleiterin Susanne Im Hof kurz vor der Begrüssung wissen. Funktioniert hat das Megafon an allen bisherigen Wanderungen tadellos. Nur auf der 14. Etappe wollte es nicht so ganz – so drang zu Beginn ein minutenlanger, schriller Ton aus den Lautsprechern, dem Klang nach wie Walgesang. Danach mussten Maria Brehmer und Susanne Im Hof zumindest nicht mehr um Ruhe bitten.

Kontaktfreudig Viermal war Elisabeth Augstburger dieses Jahr auf einer Leserwanderung dabei. Die ehemalige Baselbieter Landratspräsidentin nimmt besonders gerne an Etappen ausserhalb der Kantonsgrenze teil, so auch auf der gestrigen im Berner Jura. Zu der meldete sie sich zusätzlich im Nachhinein an. «Weil ich auf den ersten drei so nette Menschen kennen lernte», meinte die EVP-Politikerin.

Kontaktfreudig II Hund Emiro von Kantonsrat Remo Bill (SP, Grenchen) machte bei der Rast auf dem Hof der Familie Gafner Bekanntschaft mit einer Geiss. Das kecke Tier beschnupperte den eingeschüchterten Lagotto-Rüden von oben bis unten, um dann unbeeindruckt seines Weges zu hüpfen.


Hundeflüsterer Sie sind mittlerweile bekannt dafür, ihre Hunde mit auf die Wanderung zu bringen: GLP-Kantonsrätin Nicole Hirt, SP-Kantonsrat Remo Bill. Und SP-Kantonsrat Matthias Stricker? Nein, Stricker passte nur kurz auf den Hund von Kollege Bill auf. Diesen schien er aber offenbar zu geniessen: «Hundeflüsterer!» nannte er sich stolz, als Bill wieder das Zepter – die Leine – übernahm.

Fremdwanderer Der grüne Kantonsrat Felix Wettstein ist eigentlich Oltner. Trotzdem wanderte er lieber hinter dem Berg als in seiner Region. Er lerne gerne jeden Tag etwas Neues. Auf dieser Abendwanderung hatte er doppelt Glück, neben einer neuen Landschaft lernten die Teilnehmer noch etwas über eine wenig bekannte Person der Schweizer Geschichte. Die Etappe führte durch Crémines, das Heimatdorf von Albert Gobart. Ihm wurde im Jahr 1902 der Friedensnobelpreis verliehen.

(nka, mbr, rba)

Weitere Informationen

Mehr Fotos, Videos und Anekdoten finden Sie übrigens auf unserem Leserwandern-Blog.

Auf der kommenden letzten, 15. Etappe am Sonntag, 12. August, geht es zum ersten und einzigen Mal in den Kanton Zürich. Auf einer schönen Königsetappe laufen wir von Killwangen-Spreitenbach nach Dietikon. Alle Informationen zur Route finden Sie hier.

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