ClimateLabs
Znünibox aus Chromstahl, Ladestation für E-Bikes: Junge Solothurner wollen mit ihren Projekten die Umwelt schützen

Auszubildende aus dem Kanton Solothurn engagieren sich fürs Klima: Zwei Tage verbrachten neun Lernende gemeinsam in der Jugendherberge Solothurn, um sich über den Klimaschutz Gedanken zu machen.

Sophie Deck
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Die Lernenden stellen ihre Klimaschutz-Projekte vor.

Die Lernenden stellen ihre Klimaschutz-Projekte vor.

Hanspeter Bärtschi

Die Workshops mit dem Namen «ClimateLabs», organisiert von myblueplanet, haben zum Ziel, Lernende für Klimaschutzthemen zu sensibilisieren. Es gebe viele solcher Angebote für Schüler und Studenten, meint Judith Bernet, Verantwortliche für das Projekt, bei Lernenden würden sie jedoch fehlen. «Diese Lücke wollen wir schliessen», erklärt sie.

Znüniboxen und Ladestationen für das E-Bike

Ein Teilnehmer sagt, es sei wie eine Mischung aus Seminar und Workshop gewesen. Am Montag und am Dienstagmorgen wurden die Teilnehmer zu unterschiedlichen Klimaschutzthemen informiert: Konsum, Ernährung, Energie, Mobilität und Projektmanagement. Mit dem Wissen, das sie so erlangten, überlegten sie sich am Dienstagnachmittag dann Wege, die Umwelt in ihren Betrieben zu schützen.

In drei Gruppen entstanden drei unterschiedliche Projekte: Eine Gruppe fokussierte sich auf das Thema Ernährung und entwickelte dafür Znüniboxen aus Chromstahl. Diese sollen den Abfall in der Mittagspause reduzieren. Drei andere Lernende überlegten sich zum Thema Mobilität, man könnte vor ihrem Betrieb Ladestationen für E-Bikes aufstellen, um mehr Leute dazu zu animieren, mit dem Velo zur Arbeit zu fahren. Zuletzt entstand bei drei Auszubildenden eines Automatikbetriebs die Idee, eine Maschine anzuschaffen, mit der Mann Plastikflaschen zerdrücken kann. «So macht es den Leuten vielleicht Spass und sie zerdrücken ihre Flasche eher.» Die Gruppe will dadurch Platz im Müll und somit Plastiksäcke sparen.

Diese drei Projekte wurden dann am Dienstagabend allen anderen Teilnehmern vorgestellt und kurz diskutiert. Die Teilnehmer des Workshops werden sich in etwa einem Monat wieder treffen, um zu besprechen, wie es mit den Projekten weitergegangen ist. Ihre Absicht ist, die Projekte in ihrem jeweiligen Betrieb umzusetzen.