Holzbauer

Zimmermann-Beruf bleibt trotz weiterem Lehrjahr attraktiv

Das Erlernen des Zimmermannberufs ist noch immer attraktiv. (Symbolbild)

Das Erlernen des Zimmermannberufs ist noch immer attraktiv. (Symbolbild)

Die Holzbauer-Branche setzt auf eine gute Ausbildung ihrer Lehrlinge. Nach Massnahmen der Umstrukturierung bleibt das Interesse am Erlernen des Zimmermannberufes konstant.

Die 52. Generalversammlung des Verbandes Holzbau Schweiz Sektion Solothurn in Holderbank stand im Zeichen der Berufsbildung. Präsident Urs Derendinger (Bettlach) informierte im Jahresbericht über die erfolgreich durchgeführten Lehrabschlussprüfungen des letzten Jahres.

Von 20 Lehrlingen hatten 16 die Prüfung bestanden. Der Notendurchschnitt habe 4,4 betragen und die höchste Note 5,5. Das Prüfungsergebnis im Vergleich mit dem letzten Jahr sei um drei Zehntel-Noten tiefer. Mit der diesjährigen Abschlussprüfung wird die dreijährige Berufslehre letztmals durchgeführt.

Vom Lehrlingsmangel verschont

Die Befürchtung, dass die Einführung eines weiteren Lehrjahres die Attraktivität für das Erlernen des Zimmermannberufes mindert, hat sich laut Präsident Derendinger nicht bewahrheitet.

Die Massnahmen zur Umstrukturierung der überbetrieblichen Kurse, welche durch das zusätzliche Lehrjahr erforderlich waren, wurden erfolgreich umgesetzt. Gutes Feedback haben beispielsweise die neu eingeführten Stapler-Kurse erhalten.

Zudem werden neu die Kurse ab dem 3. Lehrjahr benotet. Damit ein faires Benotungssystem erstellt werden kann, sind zusätzliche Kursleiter nötig. Die dadurch entstandenen Mehrkosten werden vom Verband getragen. Mit Freude konnte der Präsident die teilweise anwesenden Absolventen einer Weiterbildung ehren.

Gelegenheit zu einem regen Gedankenaustausch unter «Hölzigen».

Gelegenheit zu einem regen Gedankenaustausch unter «Hölzigen».

Gastreferent Hansjörg Steiner, Mitglied der Zentralleitung Holzbau Schweiz, lobte die Innovationen im Holzbau. In den letzten zehn Jahren hätten die Holzbaubetriebe in der Schweiz ihr Personal um 5'000 Personen aufgestockt. Laut Steiner sollen in Zukunft neue Berufe wie der Holzbauzeichner geschaffen werden. Und: «Durch die ökologisch einzigartig gute Voraussetzung des Baustoffes Holz befinden sich die Holzbauer in der Poleposition bei der Mithilfe zur Umsetzung der Energiestrategie 2050.»

Die Solothurner Holzbauer wollen künftig vermehrt zeigen, dass ihr Produkt in vielerlei Hinsicht «einzigartig stark» ist. Die Generalversammlung beschloss, am 29. April 2017 einen regionalen Holzbautag durchzuführen. Dabei sollen die Firmen der Bevölkerung ihr Schaffen präsentieren können.

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