www.ibelieveinyou.chist eine Schweizer Crowdfundig-Plattform, welche die Finanzierung von Sportprojekten zum Ziel hat. Einzelsportler wie auch Vereine aller Niveaus können auf der Webseite ihre Projekte bekannt machen und spendierfreudige Unterstützer suchen.

Dies versucht zurzeit auch der FC Solothurn. Er möchte mittels der Website 40'000 Franken für neue Trikots sammeln. Doch der Fussballverein ist bei weitem nicht die erste Gruppe aus dem Kanton Solothurn, welche die Plattform nutzt. Neben ihm haben sich bereits insgesamt 15 Vereine, Einzelsportler und Mannschaften aus unserer Region bei www.ibelieveinyou.ch angemeldet.

Der Co-Founder der Plattform, Mike Kurt, erklärt, dass ein paar wesentliche Punkte für den Erfolg eines Projekts massgebend seien. «Erstens muss der Athlet natürlich ein konkretes Vorhaben mit einem entsprechenden Bedarf haben, das ist entscheidend», so Kurt.

«Zweitens muss man das Projekt dann wie eine Kampagne aufgleisen und vermarkten. Das Projekt sollte regelmässig aktualisiert und durch Social Media verbreitet werden.»

Ausserdem seien auch die Gegenleistungen, die ein Initiant anbietet, sehr wichtig. «Dabei zeigt sich ganz klar, dass nicht gebettelt wird. Der Athlet kann den Unterstützern etwas zurückgeben und ihn an seinem Sporttraum teilhaben lassen», sagt Kurt, der selber Profisportler (Kanu-Weltmeister) ist.

Auf der Crowdfunding-Plattform bieten die Sportler als Dankeschön verschiedenstes an: von der Postkarte aus dem Trainingslager bis zum Firmenlogo auf dem Ski-Helm gibt es je nach gesponsertem Betrag fast alles.

Alles in allem müsse es eine emotionale und coole Story sein, dass sei gerade auch für die Medien ansprechend, erklärt Kurt.

Als Beispiel dafür nennt er den Solothurner Schwimmer Romano Mombelli, der im letzten Sommer als schnellster und jüngster Schweizer die Strasse von Gibraltar durchschwommen hat. Für dieses Unterfangen sammelte Mombelli via www.ibelieveinyou.ch 3150 Franken.

Alles oder nichts

Nicht alle haben aber das gleiche Glück wie Romano Mombelli. Die Sportler müssen nämlich wählen, ob sie 50 oder 80 Tage Zeit für die Finanzierung ihres Projekts möchten. Es gibt immer wieder Projekte, die innerhalb dieser vorgegebenen Frist nicht den zu Beginn festgelegten Betrag erreichen - und dann keinen Rappen erhalten. Denn auf der Plattform gilt das «Alles oder nichts»-Konzept.

Haben die Sportler in diesen Fällen zu wenig Zeit, um Leute zum Spenden zu mobilisieren? «Die Zeit von 50 oder 80 Tagen ist nicht wirklich relevant. Meistens hat ein Projekt entweder gar keinen Erfolg oder läuft sehr gut», meint Mike Kurt.

Insgesamt liegt die Erfolgsquote bei zwei Drittel. «Das ist ein sehr guter Wert», findet der Kanufahrer. Im Kanton Solothurn betrage die Quote gar 70 Prozent.

Auch im Allgemeinen zieht der Co-Founder eine positive Bilanz. «Die Seite ist jetzt ein gutes Jahr online. Sie läuft sehr gut und hat noch riesiges Potential. Wir wollen weiterhin Gas geben», berichtet Kurt.

www.ibelieveinyou.ch habe bereits die Verwirklichung von über 150 Projekten mit Kosten von über 750'000 Franken möglich gemacht. Vor ein paar Monaten ist die Seite auch in der Westschweiz gestartet. «Dort wollen wir sie noch mehr vorantreiben», so Mike Kurt.

Die Website richtet sich ausdrücklich nur an Projekte im Bereich Sport. «Ohne Bezug zum Sport wird eine Idee bei uns abgelehnt», hält Kurt fest. Für die Finanzierung von kulturellen, sozialen oder kreativen Projekten gibt es aber durchaus andere Crowdfunding-Plattformen wie beispielweise www.100-days.net oder www.wemakeit.com.