Die Geschäftsleitung des Tobs (Theater Orchester Biel Solothurn) ist zufrieden mit der vergangenen Saison. Nachdem bereits die beiden vorangegangenen Spielzeiten ausgeglichen abgeschlossen worden sind, hat das Tobs auch in der vergangenen Spielzeit den Leistungsvertrag seiner Subventionsgeber erfolgreich umgesetzt, wie es in einer Mitteilung heisst. Dank dem konstant hohen Niveau der Opern-, Schauspiel-, Tanz- und Kinderproduktionen und der Konzerte sowie dank der grosszügigen Zusatzunterstützung seitens Stiftungen, Freundeskreise und Mäzene konnte das Tobs in der vergangenen Saison bei einem Ertrag von 15,23 Mio. Franken ein positives Ergebnis von exakt 15'972 Franken erwirtschaften.

Zehn Prozent mehr Zuschauer

Besonders freuen sich die Verantwortlichen über die Zuschauerzahlen, welche im Vergleich zur Saison 2016/17 um rund 10 Prozent gesteigert werden konnten: «Insgesamt 60'948 Besucherinnen und Besucher wurden bei den Tobs-Eigenproduktionen in Biel, Solothurn und Gastspielhäusern in der ganzen Schweiz gezählt. Im Vorjahr waren es 56'417 Zuschauer.» Die Auslastung wurde dabei in der Schauspielsparte von knapp 78 Prozent auf 79,1 Prozent und in der Opernsparte von 78,6 Prozent auf 79,6 Prozent gesteigert. Mit 2533 verkauften Abonnementen (Vorjahr 2518) konnte auch in diesem Bereich eine leichte Steigerung verbucht werden.

Im November 2017 wurde das Tobs als erste Kulturinstitution mit dem «Label du Bilinguisme» des Forums für Zweisprachigkeit ausgezeichnet. In der Saison 2017/18 wurden zudem unter dem Label «kultur inklusiv» erstmals besondere Angebote für Menschen mit Behinderungen zu den Tobs-Veranstaltungen präsentiert. So etwa eine Audiodeskription der Oper «Iolanta» oder eine Simultanübersetzung in Gebärdensprache der Komödie «Before I speak, I have something to say».

Auf den Bühnen in Biel und Solothurn fanden 235 Vorstellungen statt. Besonders hervorzuheben sind aus der vergangenen Saison neben den Klassikern «Il barbiere di Siviglia» und «Biedermann und die Brandstifter» die Wiederentdeckung «Das heilige Experiment» von Fritz Hochwälder, die Jost- Meier-Uraufführung «Marie und Robert», sowie die Schiller-Neuinterpretation «Tell», welche ein höchst positives Echo hervorriefen. «Dank Kooperationen mit anderen Orchestern konnte das Renommee des Sinfonie Orchester Biel Solothurn über die Landesgrenzen hinaus gepflegt werden», stellt die Geschäftsleitung weiter fest. (szr)