Kanton Solothurn
Zehn Gemeinden senken Steuerfuss, 15 erhöhen ihn

Der durchschnittliche Steuerfuss der Solothurner Einwohnergemeinden ist im Jahr 2016 leicht gestiegen. Zehn Gemeinden haben den Steuerfuss gesenkt, andererseits beschlossen 15 Gemeinden eine Erhöhung.

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Holderbank hat mit 150 Prozent nach wie vor den höchsten Steuerfuss.

Holderbank hat mit 150 Prozent nach wie vor den höchsten Steuerfuss.

Alois Winiger

Der durchschnittliche Steuerfuss der Solothurner Einwohnergemeinden für natürliche Personen steigt seit Jahren leicht an. Daran ändert sich auch 2016 nichts.

Im laufenden Jahr beträgt der gemittelte Steuerfuss über alle 109 Gemeinden hinweg für natürliche Personen 119,4 Prozent – und damit 0,4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Bei 44 der insgesamt 109 Solothurner Gemeinden liegt der Steuerbezug unter dem Durchschnittswert. In 65 Gemeinden liegt er darüber, wie aus einer Mitteilung der Solothurner Staatskanzlei vom Donnerstag hervorgeht.

Steuerfüsse der Solothurner Gemeinden; natürliche Personen 2007 - 2016

Steuerfüsse der Solothurner Gemeinden; natürliche Personen 2007 - 2016

statistik.so.ch

Für das laufende Jahr haben zehn Gemeinden den Steuerfuss gesenkt. 15 Gemeinden beschlossen eine Erhöhung ihres Steuerbezugs.

Die Mehrheit der Gemeinden nahm keine Änderung bei der Höhe des Steuerbezugs vor.

Gemeinden, in denen der Steuerfuss auf 2016 änderte

Erhöhung: 

Bellach (von 120 auf 125), Biezwil (von 120 auf 125), Boningen (von 105 auf 115), Deitingen (von 115 auf 120), Feldbrunnen-St.Niklaus (von 60 auf 63), Gänsbrunnen (von 128 auf 130), Gempen (von 115 auf 122), Günsberg (von 116 auf 121), Hägendor (von 102 auf 107), Kriegstetten (von 119 auf 124), Langendorf (von 110 auf 115), Neuendorf (von 105 auf 118), Obergerlafingen (von 100 auf 105), Rohr (von 117 auf 125), Stüsslingen (von 117 auf 121), Trimbach (von 122 auf 125)

Senkung: 

Aedermannsdorf (von 133 auf 129), Balm bei Günsberg (von 110 auf 105), Büren (von 136 auf 130), Dulliken (von 123 auf 119), Kleinlützel (von 140 auf 135), Lohn-Ammannsegg (von 104 auf 100), Lommiswil (von 130 auf 127), Messen (von 135 auf 130), Schnottwil (von 135 auf 130), Witterswil (von 122 auf 119)

Überblick der Steuerfüsse natürlicher Personen 2016 im Kanton Solothurn

Überblick der Steuerfüsse natürlicher Personen 2016 im Kanton Solothurn

statistik.so.ch

Die Spanne zwischen dem tiefsten und dem höchsten Steuerfuss beläuft sich auf 90 Prozentpunkte. Den tiefsten Steuerfuss (60 Prozent) bezieht die Gemeinde Kammersrohr, den höchsten (150 Prozent) die Gemeinde Holderbank. Diese Zahlen gehen aus der neusten Publikation «Steuerfüsse und Gebühren 2016 der Solothurner Gemeinden» hervor.

Gebühren verändern sich nur leicht

Die Gebühren der Einwohnergemeinden haben sich im Berichtsjahr nur leicht verändert. Die Verbrauchsgebühren für Wasser bewegen sich weiter zwischen 0,50 Fr./m3 und 4,50 Fr./m3.

Im Durchschnitt aller Gemeinden liegt der Frischwasserpreis bei 1,96 Fr./m3 (Vorjahr: 1,91 Fr./m3).

Die Verbrauchsgebühren beim Abwasser belaufen sich zwischen 0,55 Fr./m3 und 4,30 Fr./m3. Im Durchschnitt wird für die Entsorgung von Abwasser 1,82 Fr./m3 (Vorjahr 1,86 Fr./m3) bezahlt. (sda/szr)