Gesundheitsrisiko
Zeckenrisiko gilt im ganzen Kanton – so schützen Sie sich

Mit den frühlingshaften Temperaturen hat auch die Zeckensaison wieder begonnen. Derzeit besteht ein flächendeckendes Gesundheitsrisiko im ganzen Kanton Solothurn. Es gibt jedoch einfache Schutzmassnahmen.

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Mit den wärmeren Temperaturen nimmt auch die Anzahl Zecken zu. (Archivbild)

Mit den wärmeren Temperaturen nimmt auch die Anzahl Zecken zu. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA DPA/STEPHAN JANSEN

Je nach Witterung beginnt die Zecken-Saison bereits im März und endet im November. Im Frühsommer ist die Zeckenaktivität flächendeckend hoch. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, bei Outdoor-Aktivitäten auf Zecken zu stossen, entsprechend gross. Denn die kleinen Spinnentierchen halten sich bevorzugt in Wäldern und Hecken, im hohen Gras- und Buschland und an Waldrändern auf.

Auf Karten, basierend auf Berechnungsmodellen des Bundesamts für Gesundheit und Zeckenkontakt-Daten aus der Präventions-App Zecken, ist abgebildet, wo es am meisten Meldungen (dunkle Kreise) gibt. Dabei zeigt sich, dass Zeckenstiche oft im Naherholungsgebiet erfasst wurden, heisst es in einer Mitteilung der Solothurner Staatskanzlei.

Zeckenaktivitätskarte Kanton Solothurn Die Visualisierung zeigt Gebiete mit hoher (rote Zonen), mittlerer (gelbe Zonen) und kleiner Zeckenaktivität (blaue Zonen) an.

Zeckenaktivitätskarte Kanton Solothurn Die Visualisierung zeigt Gebiete mit hoher (rote Zonen), mittlerer (gelbe Zonen) und kleiner Zeckenaktivität (blaue Zonen) an.

zvg

Impfung empfohlen

Eine Zecke kann Infektionskrankheiten, wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Das BAG hat das Risikogebiet für FSME seit letztem Jahr auf die ganze Deutschschweiz ausgeweitet. Gegen FSME existiert eine wirksame Impfung. Die Borreliose-Infektion kann mit Antibiotika behandelt werden, eine Impfung existiert aber nicht.

Das BAG empfiehlt die Impfung gegen FSME allen Personen ab 6 Jahren, die bei Aktivitäten im Freien Zecken ausgesetzt sind. Ausgenommen sind die Kantone Genf und Tessin. Die FSME-Impfung kann bei der Hausärztin/dem Hausarzt sowie in den verschiedenen Impfapotheken erfolgen.

Die wichtigsten Empfehlungen im Umgang mit Zecken:

  • Lange und gut schliessende Kleidung und Schuhwerk tragen.
  • Zeckenschutzmittel verwenden.
  • Nach Waldgängen Körper nach Zecken absuchen; Zecken so schnell wie möglich entfernen.
  • Wer sich oft in Gebieten mit Zecken aufhält, soll sich gegen FSME impfen lassen.

Seit 2016 steht zudem eine «Zecken-App» für Android- und iOS-Geräte zur Verfügung, die Forscher der ZHAW mit Unterstützung des BAG entwickelt haben. Die Zecken-App besteht aus einem Warn- und einem Informationsteil und zeigt das richtige Verhalten bei einem Zeckenstich auf. Diese können in einem Zeckentagebuch erfasst werden. Die App enthält ausserdem eine Erinnerungsfunktion, die regelmässig an die Kontrolle der erfassten Zeckenstiche erinnert. (sks)