Zwischen Donnerstagabend, 17.30 Uhr und Freitagmorgen, 6.30 Uhr, gingen im Zusammenhang mit dem Starkregen auf der Alarmzentrale der Kantonspolizei Solothurn 50 Meldungen ein, vorwiegend wegen eindringendem Wasser in Liegenschaften.  

Besonders betroffen waren die Gemeinden Hägendorf (22 Meldungen) und Kappel (17 Meldungen), wie die Kantonspolizei Solothurn mitteilt. In den beiden Gemeinden fiel innerhalb von einer halben Stunde so viel Regen, dass der Boden und die Wasserschächte das Wasser gar nicht mehr abtragen konnten, wie die Feuerwehr Untergäu mitteilt. Auf Grund dessen drückte das Wasser gegen die tief gelegenen Fenster und drang so auch ins innere des Gebäudes.

Die Feuerwehr Untergäu stand bis um halb zwei Uhr im Einsatz. Verletzt wurde dabei niemand, jedoch musste eine Person aus ihrer Wohnung evakuiert werden. Die Wohnung stand einen halben Meter unter Wasser und war nicht mehr bewohnbar. Die Gemeinde Kappel sorgte für eine Notunterkunft für den Mann bis er wieder in die Wohnung zurückkehren kann. Ausserdem lief in Kappel Wasser in die Mehrzweckhalle.

Auch in Ober- und Unterramsern kam es zu Schäden durch Oberflächenwasser, wie Markus Schüpbach, Direktor der Solothurner Gebäudeversicherung mitteilt. Die Schadenssumme dürfte sich insgesamt auf 200'000 bis 500'000 Franken belaufen.

Im Einsatz standen zahlreiche Feuerwehren. Die meisten Meldungen gingen in der Zeit zwischen 17.30 Uhr und 21 Uhr ein, danach beruhigte sich die Situation zunehmend. Aussergewöhnliche Ereignisse wurden in diesem Zusammenhang nicht gemeldet.