Kriminalität
Zahl der Einbrüche im Kanton Solothurn ging massiv zurück

Im vergangenen Jahr zählte die Polizei kantonsweit 25 Prozent weniger Einbrüche als noch 2014. Warum der Rückgang so hoch ist, kann man sich nicht zur Gänze erklären.

Lucien Fluri
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1817-mal schlugen Einbrecher 2014 zu. Somit dürfte sich die Zahl der Einbrüche 2015 auf ungefähr 1360 reduziert haben. (Symbolbild)

1817-mal schlugen Einbrecher 2014 zu. Somit dürfte sich die Zahl der Einbrüche 2015 auf ungefähr 1360 reduziert haben. (Symbolbild)

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Es ist eine erstaunliche Zahl: 2015 zählte die Kantonspolizei satte 25 Prozent weniger Einbrüche als noch 2014. Das schreibt die Polizei in einer soeben veröffentlichten Antwort auf eine Interpellation von Kantonsrätin Anita Panzer (FDP, Feldbrunnen).

Die genaue Zahl der Einbrüche 2015 teilt die Kantonspolizei nicht mit. Diese werde erst bei der Präsentation der Kriminalstatistik im März bekannt gegeben werden, so die Kantonspolizei auf Anfrage. Mediensprecher Andreas Mock bestätigt aber, dass der Rückgang um 25 Prozent – basierend auf dem «provisorischen Jahresvergleich» – korrekt ist. «Die Rückgang ist beachtlich», sagt Andreas Mock. «Die Gründe sind sicherlich mannigfaltig.»

Rückgang in Nachbarkantonen

1817-mal schlugen Einbrecher 2014 zu. Somit dürfte sich die Zahl der Einbrüche 2015 auf ungefähr 1360 reduziert haben. Solothurn steht nicht alleine da. «Der Rückgang ist auch in umliegenden Kantonen zu beobachten», sagt Kapo-Sprecher Andreas Mock.

Tatsache sei, dass die Kantonspolizei ihre Anstrengungen verstärkt habe. «Die Polizei profitiert sicherlich auch von Anhaltungen in anderen Kantonen – und umgekehrt», so Mock. Der rückläufige Trend lässt sich in allen Teilen des Kantons feststellen und auch an neuralgischen Punkten rund um die Autobahnausfahrten, die besonders oft von Einbrechern heimgesucht werden.

Insbesondere in den Bezirken Thierstein und Dorneck, die in den Vorjahren starke Anstiege der Einbruchzahlen verzeichneten, ist jetzt der rückläufige Trend besonders hoch. In den ersten acht Monaten, so ist aus einer weiteren Interpellation von Christian Imark (SVP, Fehren) bekannt, ging die Zahl der Einbrüche in den beiden Bezirken um 50 Prozent zurück.

Bereits 2014 war die Zahl der Einbrüche kantonsweit um sieben Prozent gesunken. Dass sich dieser Trend nun so markant fortgesetzt hat, sei «in dieser Form vorher kaum festgestellt worden», hält die Kantonspolizei auf Anfrage fest. Die sinkenden Einbruchzahlen werden auf die ganze Kriminalitätsstatistik grossen Einfluss haben. Denn dort schlägt sich ein Einbruch in der Regel gleich dreifach nieder: Nämlich als Sachbeschädigung, als Diebstahl und als Hausfriedensbruch.

Ein ganzer Strauss an Gründen

Die Kapo listet auf Anfrage eine ganze Reihe von Gründen auf, die zum Rückgang der Einbruchzahlen geführt haben könnten: Verstärkte Präsenz, mehr Patrouillen zu bestimmten Zeiten, eine «verbesserte Lagebeurteilung und Koordination mit umliegenden Kantonen», optimierte interne Prozesse und verbesserte Prävention. «Das Bündel der Massnahmen als Ganzes wirkt sicherlich. Der Anteil der einzelnen Massnahmen lässt sich dabei nicht zuordnen», hält Andreas Mock fest.

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