Ypsomed

Ypsomed konzentriert die Pen-Nadelproduktion am Standort Solothurn

In Solothurn wird die Nadel-Herstellung konzentriert.

In Solothurn wird die Nadel-Herstellung konzentriert.

Der Burgdorfer Medizinaltechnikkonzern Ypsomed will Pen-Nadeln vermehrt in Solothurn produzieren. Die Produktionskapazität wird um 40 Prozent erhöht. Dafür investierte das Unternehmen 9,6 Mio. Franken in neue Produktionsanlagen.

Das sind positive Nachrichten für den Industriestandort Solothurn. «Die gesamte Produktion von Pen-Nadeln wird noch im laufenden Jahr in Solothurn konzentriert», erklärt Ypsomed-Sprecher Benjamin Overney. Wie bereits bekannt, investiert das Burgdorfer Unternehmen massiv in Produktionsanlagen. Insgesamt waren es, so Overney weiter, im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 (per Ende März) 16 Millionen Franken.

«Macht betriebswirtschaftlich Sinn»

Davon entfielen rund 60 Prozent auf den Standort Solothurn, wo eine weitere Nadel-Montageanlage bis Ende 2013 in Betrieb genommen wird. Dadurch werden die Produktionskapazitäten um rund 40 Prozent erhöht. «Die Konzentration der Nadel-Herstellung in Solothurn macht betriebswirtschaftlich Sinn.» Synergien könnten genutzt und Kosten eingespart werden. Bislang werden Nadeln auch in Burgdorf gefertigt. In Solothurn produziert Ypsomed bereits heute schwergewichtig Nadeln für die Injektionssysteme (Pens). Mit 195 Beschäftigten ist der Personalbestand in Solothurn leicht gestiegen. Tendenziell sei eine weitere Zunahme denkbar.

Verlust bei Ypsotec Grenchen

Weit harziger läuft es bei der Ypsomed-Tochter Ypsotec in Grenchen. Die Präzisionsteileherstellerin sprach im Frühling neun Kündigungen aus (wir berichteten). Ypsotec beschäftigt rund 100 Angestellte und stellt Teile für Drittkunden her, aber auch für Ypsomed. Dass das Geschäft mit Décolletage-Teilen schlecht läuft, zeigen nun die Zahlen im Geschäftsabschluss 2012/13. Der Umsatz dieser Sparte sank um 10 Prozent auf 15,3 Millionen Franken und es resultierte ein Betriebsverlust von 1,7 Millionen Franken. Damit Ypsotec wettbewerbsfähig bleibe, wurde im Schwesterwerk im tschechischen Tábor eine neue Produktionshalle gebaut, um personalintensive Arbeiten dort durchzuführen, heisst es im Geschäftsbericht. Die Hauptaktivitäten blieben aber in Grenchen, versichert Overney. Konzernweit erzielte Ypsomed einen Umsatz von 245 Millionen Franken.

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