Wirtschaftsförderung
Ypsomed-Chef: «Beim Thema Steuererleichterung muss sich sehr viel tun»

Simon Michel, Chef der Ypsomed, droht mit einem Ausbau im Ausland, wenn die Wirtschaftsförderung des Kantons Solothurn der Medizinaltechnikfirma nicht mit Steuererleichterungen entgegen kommt.

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CEO Simon Michel auf einem Betriebsrundgang im Ypsomed-Werk in Solothurn. (Archiv)

CEO Simon Michel auf einem Betriebsrundgang im Ypsomed-Werk in Solothurn. (Archiv)

Hans Ulrich Mülchi

Simon Michel ist sehr enttäuscht über die Aufgabe des Euro-Mindestkurses, wie der Ypsomed-CEO im Interview mit der «Berner Zeitung» sagt. Das Unternehmen rechnet deshalb für das kommende Geschäftsjahr mit einem leichten Rückgang der Betriebsgewinnmarge von 1,5 Prozent.

Die Währungsschwierigkeiten würde das Unternehmen aber überleben, wie der Ypsomed-CEO betont. Mehr als das: «Wir werden in den nächsten Jahren überdurchschnittlich wachsen und überraschen.» Wenn sich aber der Euro-Franken-Kurs nicht erholen werde, werde das Unternehmen «mittelfristig mit Sicherheit reduziert in der Schweiz investieren und wachsen».

Die Rahmenbedingungen seien heute «dermassen unattraktiv, dass Unternehmer gar nicht anders können, als über Verlagerungen ins Auslang nachzudenken», meint Simon Michel. Die Standorte in Solothurn und Burgdorf seien aber nicht gefährdet. «Wir müssen die Infrastruktur dort auslasten.»

Das Medizinaltechnikunternehmen erwartet aber viel mehr Unterstützung von der Wirtschaftsförderung des Kantons Solothurn. «Den Mitarbeitern dort sagen wir, dass sich beim Thema Steuererleichterung sehr viel tun muss, damit wir den zusätzlichen und künftigen Ausbau nicht im Ausland fortsetzen», sagt Simon Michel. (ldu)