Ausbau

Ypsomed baut China-Geschäft aus - mit Nadeln aus Solothurn

Autoinjektoren von Ypsomed: Das Potenzial für die Ypsomed-Produkte wird hoch eingeschätzt, denn die Zahl der Diabetiker wächst stark.

Autoinjektoren von Ypsomed: Das Potenzial für die Ypsomed-Produkte wird hoch eingeschätzt, denn die Zahl der Diabetiker wächst stark.

Das Medizinaltechnikunternehmen Ypsomed bleibt auf Ausbaukurs: Die Burgdorfer Firma vertieft ihre Partnerschaft mit dem chinesischen Pharmaunternehmen Tonghua Dongbao Pharmaceutical.

Der grösste chinesische Insulin-Hersteller werde künftig als exklusiver Distributor die Ypsomed mylife Clickfine Pen-Nadeln in China vertreiben, wie Ypsomed am Montag bekannt gab. Das sind gute Nachrichten für das Werk in Solothurn. «Die gelieferten Pen-Nadeln werden in Solothurn hergestellt», erklärt Ypsomed-Sprecher Benjamin Overney auf Anfrage.

Aufgrund der effizienten Produktion werde man das geplante Wachstum mit den bestehenden Fertigungskapazitäten bewältigen können, wird Ypsomed-Chef Simon Michel in der Mitteilung zitiert. Im Rahmen einer langjährigen Partnerschaft beliefert Ypsomed Dongbao schon seit Jahren mit verschiedenen Injektionssystemen zur Verabreichung von Insulin.

Das Potenzial für die Ypsomed-Produkte wird hoch eingeschätzt. Die Zahl der Diabetiker wachse stark und eine Abflachung sei nicht absehbar, heisst es in der Mitteilung. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätze die Anzahl an Diabetikern in China bis 2030 aufgrund einer Zunahme von über 40 Prozent auf rund 130 Millionen. «Mit Dongbao als starkem und im chinesischen Markt gut etablierten Partner sehen wir künftig in China sehr gute Wachstumschancen im Pen-Nadel-Bereich», so Michel weiter.

Wie bereits Mitte Dezember berichtet, will Ypsomed in Solothurn 50 Millionen Franken investieren und rund 100 neue Arbeitsplätze schaffen. (FS)

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