Gymnaestrada
«Yes!» – gelungene Darbietung der Schweizer Turner in Helsinki

Die Schweizer Grossraumvorführung am Weltturnfest begeisterte das Publikum. Rund 1000 Turnerinnen und Turner aus der Schweiz waren an dem Auftritt beteiligt. Auch Solothurner waren dabei.

Bruno Mäder
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1000 Schweizer Turnerinnen und Turner gaben in Helsinki ihr Bestes. Geleitet hat den Auftritt des Schweizerischen Turnverbands Petra Kölliker aus Bellach.

1000 Schweizer Turnerinnen und Turner gaben in Helsinki ihr Bestes. Geleitet hat den Auftritt des Schweizerischen Turnverbands Petra Kölliker aus Bellach.

zvg

Gymnaestrada Helsinki 2015, das sind über 21'000 Turnende, die in über 1000 Darbietungen ihr Können auf 15 Bühnen, diversen Stadtplätzen und in den Stadien als Grossraumvorführungen zeigen. Grossraumvorführungen? Sind das nicht die «Allgemeinen Übungen» mit mehreren tausend Turnern im weissen Gewand als Abschluss der Eidgenössischen Turnfeste, von denen ältere Turner immer noch schwärmen?

Also ab ins Stadion und die Schweizer Grossraumvorführung mit rund 1000 Turnerinnen und Turnern, darunter auch 53 Aktive vom Solothurner Turnverband, zu begutachten. Nicht nur auf dem Feld, auch an vorderster Front ist mit Petra Kölliker aus Bellach eine Solothurnerin anzutreffen. Als Chefin der zuständigen Fachgruppe war sie für den Auftritt des Schweizerischen Turnverbandes in Helsinki verantwortlich.

Moderne Choreografie

Welch eine positive Überraschung; die Grossraumvorführung hat sich vom eher militärischen Drill im Laufe der Jahre zu einer modern choreografierten und von passender Musik unterlegten Gymnastikvorführung entwickelt. Das weisse Tenü musste farblich angepasster Bekleidung weichen und fantasievolle Handgeräte sind zu wichtigen Facetten in den beeindruckenden Vorführungen geworden.

Während 20 Minuten durfte ein Feuerwerk mit Tanz, Gymnastik und turnerischen Kompositionen verfolgt werden. Zum Einsatz kamen dabei ebenfalls verschiedene Utensilien wie Schwungtücher, Stoffschläuche und flexible Thera-Bänder. Aufgrund des herrschenden Windes im Stadion mussten vor allem mit den Schwungtüchern und Stoffschläuchen unbekannte Klippen gemeistert werden, wie man aus Äusserungen der Teilnehmenden nach dem Event heraushören konnte.

Beim gemeinsamen Finale mit dem Thera-Band standen alle Turnerinnen und Turner zusammen auf dem Stadionrasen und bildeten den harmonischen Abschluss des gelungenen Vortrages. Es war ein Augenschmaus für das zahlreich aufmarschierte Publikum auf der vollbesetzten Tribüne.

Als Dank für die gelungene Darbietung brauste tosender Applaus auf, also jener Moment, wo es laut Petra Kölliker den Teilnehmerinnen und Teilnehmern kalt den Rücken herunterläuft, wo «Yes!» nicht unterdrückt wird und dies als Anerkennung für den geleisteten Aufwand betrachtet werden kann.