Bildungs- und Kulturkommission

Würde Unruhe stiften: Kommission lehnt Stopp des Frühsprachenunterrichts ab

Die Kommission sieht es als verfrüht, bereits heute eine abschliessende Beurteilung zum Frühsprachenunterricht vorzunehmen.

Die Kommission sieht es als verfrüht, bereits heute eine abschliessende Beurteilung zum Frühsprachenunterricht vorzunehmen.

Die kantonsrätliche Bildungs- und Kulturkommission missbilligt einen parlamentarischen Auftrag, der einen Stopp des Unterrichts von Frühfranzösisch und/oder Frühenglisch auf den nächstmöglichen Termin verlangt.

Auftraggeber Beat Künzli (SVP, Laupersdorf) sieht eine Überlastung der Primarschüler durch diese Schulstunden. Die Bildungs- und Kulturkommission (Bikuko) beantragt, den Auftrag nicht erheblich zu erklären, wie es in einer Mitteilung heisst.

Der Frühfremdsprachenunterricht sei nach einer langen Projektphase eingeführt worden. Aktuell würden die ersten Klassen in Französisch und Englisch unterrichtet. «Es ist verfrüht, heute eine abschliessende Beurteilung vorzunehmen», so die Kommission.

Zudem würde ein Stopp langjährige Aufbauarbeit vernichten und Unruhe in die Schulen bringen.

Geänderter Wortlaut

Weiter befasste sich die Bikuko in ihrer jüngsten Sitzung mit einem Auftrag von Felix Lang (Grüne, Lostorf), der Massnahmen gegen die Ungleichbehandlung von Behinderten mit einem Anspruch auf eine IV-Vollrente bei der Ausbildung fordert.

Die Invalidenversicherung (IV) hat in den letzten Jahren verschiedene Revisionen erfahren, die einige Anpassungen im Bereich der Sonderpädagogik nötig machen. Insbesondere soll Jugendlichen eine Ausbildung ermöglicht werden.

In diesem Zusammenhang würden viele Fragen offen bleiben, ist die Kommission der Meinung. Sie hat sich, entgegen der Meinung des Regierungsrates, für eine Erheblicherklärung des Auftrags mit einem geänderten Wortlaut ausgesprochen.

Sachgerechte Umsetzung

Zudem hat sich die Bikuko mit der Umsetzung des Archivgesetzes befasst, welche Gegenstand eines Auftrags der Geschäftsprüfungskommission ist.

Der Regierungsrat soll beauftragt werden, innerhalb der kantonalen Verwaltung eine sachgerechte Umsetzung der Bestimmungen von Archivgesetz und -verordnung sicherzustellen. Die Arbeiten seien an die Hand genommen worden, eine vollständige Umsetzung werde aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die Kommission teilt die Ansicht des Regierungsrats und folgt dessen Antrag auf Erheblicherklärung und gleichzeitige Abschreibung.

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