Kanton Solothurn

Wo schlummert Arsen im Boden? — Probestandorte müssen noch festgelegt werden

Arsen: besonders im zerklüfteten Untergrund des Juras ein Thema. Hier Büren im Dorneck.

Arsen: besonders im zerklüfteten Untergrund des Juras ein Thema. Hier Büren im Dorneck.

Der Kanton hat eine Untersuchung gestartet, um die problematischen natürlichen Vorkommen des oxidierten Halbmetalls ausfindig zu machen.

Arsen kann in der Region von Natur aus im Boden vorkommen. Das macht es nicht weniger giftig. Wo hat es Arsen in der Erde? Diese Frage wird das Solothurner Amt für Umwelt, Abteilung Boden, noch zwei Jahre umtreiben. Und zwar geht es für einmal nicht um Umweltsünden, sondern um natürlich vorkommendes Arsen, auch geogenes Arsen genannt.

Noch seien die Geologen damit beschäftigt, die Probestandorte festzulegen, erklärt Stephan Margreth vom Amt für Umwelt. Das ist keineswegs einfach. Zuerst muss man wissen, wo es überhaupt Gesteinsschichten hat, die möglicherweise viel Arsen enthalten. «Dank der Untersuchungen des Kantons Baselland verstehen wir nun viel besser, wo es solche Schichten haben könnte», sagt Margreth. Von Interesse sind vor allem die obersten 20 bis 40 Zentimeter des Bodens, die für Mensch und Tier gefährlich werden können.

Augenmerk auf Baustellen- Aushubmaterial

Aber auch auf die tieferen Schichten muss das Augenmerk gerichtet sein. Dies vor allem dann, wenn zum Beispiel beim Häuserbau Aushub anfällt, der abtransportiert und anderswo deponiert wird. Hier muss die Bauherrin sicherstellen, dass sie kein arsenhaltiges Material ­unkontrolliert verlagert. Kompliziert wird die Untersuchung auch dadurch, dass in der Region die Böden sehr unein­heitlich sind. Dies musste auch der Kanton Baselland feststellen. Im Jahr 2015 ergaben die Bodenproben in Liesberg Arsenwerte zwischen 16 und 560 mg pro Kilogramm Trockensubstanz, wie das Amt für Umweltschutz und Energie mitteilte. Zum Vergleich: Baselland schreibt vor, dass «näherungsweise» bei Kinderspielplätzen mit einer Arsenkonzentration ab 50 mg/kg Trockensubstanz Sanierungsüberlegungen angestellt werden müssen. In der Landwirtschaft liegt der Wert dafür bei 200.

Hat das Solothurner Amt für Umwelt die Probenstandorte einmal festgelegt, will es nächstes Jahr Bodenproben vornehmen und in zwei Jahren Resultate vorlegen können.

Margreth hofft, dass bis dahin eine weitere Schwierigkeit ausgeräumt ist. Denn das Bundesamt für Umwelt erforscht im Augenblick, welche Grenzwerte für geogenes Arsen gelten sollen, zudem will es Vollzugsgrundlagen schaffen. Damit soll für die Grundeigentümer und die Kantone klar werden, ob und was sie bei arsenhaltigen Böden unternehmen müssen.

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