Siky Ranch
Wo Falken über Köpfe schweben

Auf der Siky Ranch gibt es neue Attraktionen – Exotische Tiere sieht man auch in Studen oder Kerzers.

Jasmin Krähenbühl
Merken
Drucken
Teilen
Christophe Keller fasziniert mit seiner Falkner-Show. Die Siky Ranch zwischen Gänsbrunnenund Crémines ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Christophe Keller fasziniert mit seiner Falkner-Show. Die Siky Ranch zwischen Gänsbrunnenund Crémines ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Jasmin Krähenbühl

Einheimische Tiere kennenlernen und Greifvögel hautnah erleben? Wem dies gefällt, der sollte einen Ausflug in den Zoo Siky Ranch unternehmen. Mit dem Auto gehts von Oensingen nach Balsthal, dann durchs Thal Richtung Moutier bis zur westlichsten Gemeinde des Kantons Solothurn Gänsbrunnen.

Dann knapp über dem «Röstigraben», in Richtung des jurassischen Crémines, hier liegt die Siky Ranch. Wer will, kann auch von Oberdorf aus die kurvenreiche Strasse über den Weissenstein nehmen oder mit der BLS durch den momentan viel besprochenen Weissensteintunnel bequem bis zur Station Crémines Zoo fahren.

Einen Greifvogel haben

Seit Christophe Keller die Siky Ranch 2014 übernommen hat, hat sich hier viel verändert. Die weissen Tiger, Löwen und Affen des Jerry Wegmann sind verschwunden, stattdessen gibt es einheimische Tiere und viele Vögel zu bestaunen.

Die Hauptattraktion des Zoos ist die Falknerei. Täglich präsentiert Keller mit zwei Assistentinnen in einer 20-minütigen Show das Können seiner Schützlinge. Die Erwachsenen lauschen auf weissen Plastikstühlen den via Lautsprecher in Französisch und Deutsch vorgetragenen Geschichte der Falknerei, während die Kinder auf dem danebenliegenden Spielplatz noch spielen. Zuhören ist ja nicht so spannend.

Doch spätestens wenn Keller mit einem Falken auf dem Arm vor die Zuschauer tritt, sitzen alle gebannt auf ihren Plätzen. Zu jedem Tier erzählt er das Wichtigste über Art und Herkunft. Den nicht französischsprechenden Besuchern werden kleine Dossiers mit den wichtigsten Informationen ausgehändigt.

Keller präsentiert vom Storch bis zum Geier viele verschiedene Vögel. Den Raben Zoulou lässt er auf die Köpfe der Kinder hüpfen, mit dem Sakerfalken Isis und einer Beute-Attrappe, die in der Luft geschwungen wird, demonstriert er die Jagd. Kreuz und quer über die Zuschauer fliegen die Greifvögel, weil Keller und die Assistentinnen, auf deren harten Handschuhen die Tiere landen, nicht nur vor, sondern auch hinter den Besuchern stehen.

Beeindruckend ist der Weisskopfseeadler Atlas, das Maskottchen der Siky Ranch und Wappentier der USA. Auch der majestätische Uhu Nala fasziniert die Zuschauer, ganz von Nahem darf man ihn nach der Show auf Kellers Arm betrachten.

Nur keine Hektik

Sind die Greifvögel wieder in ihren Käfigen, findet gleich der nächste Event statt: Das Ponyreiten. Die Kinder drehen zufrieden auf den Ponyrücken ihre Runden. Und es gibt noch mehr zu sehen, denn ein wenig später findet die Fütterung der Erdmännchen, Wölfe und Waschbären statt.

Ein Teil der Siky Ranch liegt im Wald. Es ist angenehm kühl und schattig unter den Bäumen. Nebst dem Lachen der Kinder, hört man nur noch das Krächzen der Vögel. Die jungen Wildschweine dösen in der Sonne, während Rehe über die Wiese rennen. Unterbrochen wird die Ruhe vom Tuten des kleinen Siky- Ranch-Zügleins, das über das Zooareal tuckert.

Einiges gegen den Hunger

Zur Stärkung ist ein Besuch im Restaurant möglich. Hausgemachte Süssigkeiten wie Schokoladekuchen oder Berliner sind zu haben. Jeden Mittag gibt es ein Menü, dazu eine kleine Auswahl an Tartes. In wenigen Wochen soll das Restaurant auch am Donnerstagabend geöffnet sein, ist zu erfahren.

An den Abenden wird die Speisekarte umfangreicher sein als das aktuelle Mittagsangebot. Ein Plakat am Buffet weist auf eine weitere neue Attraktion der Siky Ranch hin. Im mietbaren «unentdeckten Häuschen» mitten im Zooareal können bis zu sieben Personen «eine Nacht bei den Wölfen» verbringen.

Die Schatten werden langsam länger auf der Siky Ranch. Müde sitzen die Kinder mit ihrer Familie auf der Terrasse und schlecken eine letzte Glace, bevor es nach Hause geht.

Tukane, Schmetterlinge und Leguane im Papiliorama in Kerzers

Das Papiliorama in Kerzers entführt seine Besucher tief in den Dschungel. Im grossen Glashaus «Jungle Trek», das eine exakte Kopie des Papiliorama-Reservates in Belize ist, wandern die Besucher durch Tropenwälder und Magrovensümpfe, begleitet von Tukanen oder Leguanen.

In der Ausstellung «Nocturama» ist der Tages- und Nachtrhythmus dank einem lichtundurchlässigen Daches genau umgekehrt. So können die Besucher bei Vollmondnachtstimmung die nachtaktiven Tiere der Troüpen entdecken.

Das eigentliche Papiliorama, ein 14 Meter hohes Amphitheater, beherbergt tropische Planzen, Vögel Fische und natürlich Schmetterlinge, über 60 Arten in allen Grössen, Farben und FOrmen. Doch im Papiliorama gibt es auch die heimische Tier- und PFlanzenwelt zu bestaunen.

Im «Wild Seeland»- Aussenbereich, dem Naturspielplatz und dem Streichelzoo dürfen sich die Kinder sorichitg austoben. Verpflegung gibt es im Jungle- Selbstbedieunungsrestaurant oder man picknickt in den markierten Zonen. (JK)

Eine der Attraktionen im Papiliorama sind die Schmetterlinge. zvg

Eine der Attraktionen im Papiliorama sind die Schmetterlinge. zvg

zvg

Lemuren, Reptilien und Zebras in «Seeteufel» in Studen

Nebst dem Beobachten von Tieren auch noch etwas Action gewünscht? Dann ist die Tier. und Erlebniswelt des «Seeteufels» das richtige Ausflugsziel. Der Erlebnispark liegt im Naturschutzgebiet an der Alten Aare in Studen.

Der Seeteufel hat sich voll und ganz auf die Bedürfnisse der zwei- bis zwölfjährigen Kinder ausgerichtet. Viele SPiel- und Vergnügungsmöglichkeiten warten auf sie. Sei es das grösste Hüpfkissen der Schweiz, eine weitläufige Kletterlandschaft mit Rutschbahnen oder Baggerfahren.

Mehr als 45 Tierarten aus fünf Kontinenten sind im zoologischen Teil zu entdecken. Seien dies Fische und Reptilien, die lustigen Katta-Lemuren, die im Juni geborenen Zebra-Fohlen. Viele andere Tiere leben unter freiem Himmel. Der Streichelzoo und die Tierfütterungen locken ebenfalls viele Besucher an.

Es gibt ein Selbstbedienungsrestaurant und eine aufwendig dekorierte Erlebnisbar, ein Biergarten und eine grosse «Rivella» Terasse. Wer den Imbiss selbst mitbringen will, kann die Picknick-Plätze oder nach Anmeldung an der Kasse, eine der zwei neuen Grillstellen benutzen. (JK)

Zum «Seeteufel» gehört auch eine Schildkrötenfamilie. zvg

Zum «Seeteufel» gehört auch eine Schildkrötenfamilie. zvg

zvg