Ein Vorschlag auf Bundesebene lautet, dass Kantone und Gemeinden ihre Bauzonen in bewilligungspflichte bzw. bewilligungsfreie Zonen unterteilen. Bei 2600 Gemeinden in der Schweiz mit fünf Zonen (für Gewerbe und Industriezonen gelten andere Vorschriften) müssten so 13000 Zonenordnungen erlassen werden, um einigermassen Klarheit zu schaffen.

Nationalrat Kurt Fluri (FDP) geht das zu weit. In seinem Vorstoss im Parlament beantragt er, im Raumplanungsgesetz klar zu definieren, wann eine Solaranlage als «sorgfältig integriert» gilt. Denn nach heutigem Raumplanungsgesetz sind «sorgfältig integrierte Solaranlagen» zu bewilligen, sofern das Objekt nicht dem Denkmal- oder Naturschutz untersteht.

Daten aus Flugzeugscanning

Einen technischen Ansatz wählt der Solothurner Regierungsrat für bestehende Gebäude. Er befürwortet einen kantonalen Solarkataster. Mittels Flugzeugscanning wird dabei aufgezeigt, welche Dachflächen sich für Solaranlagen eignen. Einen entsprechenden Antrag von Philip Hadorn (SP, heute Nationalrat) will der Regierungsrat deshalb als erheblich erklären.

Das Bundesamt für Energie prüft derzeit die Möglichkeit, gemeinsam mit den Kantonen einen Solarkataster zu erheben. Im Kanton Solothurn wird das Potential von Solaranlagen auf 600 Gigawattstunden pro Jahr geschätzt. (cze/cva)