Wo steht das neue Solothurner Parlament politisch? Die Smartmap macht dies in der Links/Rechts- und der Liberal/Konservativ-Landschaft optisch sichtbar. Alle Auswertungen und deren Darstellung basieren auf den vor den Wahlen abgegebenen Smartvote-Antworten der am Sonntag Gewählten.

Zu sehen sind in der folgenden Grafik einerseits die Parteienwolken der einzelnen Parteien im Rat. Als Punkte hervorgehoben sind anderseits die politischen Positionierungen von 20 der 21. neugewählten Kantonsrätinnen und Kantonsräte.

Nicht in der Grafik ist Christine Rütti (SVP, Balsthal). Sie hatte den Smartvote-Fragebogen, der hier als Basis dient, nicht ausgefüllt.

Die Parteienwolken und die Positionen der neuen Kantonsräte

Nicht in der Grafik ist Christine Rütti (SVP, Balsthal). Sie hatte den Smartvote-Fragebogen, der hier als Basis dient, nicht ausgefüllt.

Einzelne der neuen Ratsmitglieder fallen in dieser von der Online-Wahlhilfe Smartvote (Bern) erarbeiteten Darstellung besonders auf.

Angefangen einmal bei den «Rechtsauslegern»: Bei der FDP fällt deren Kantonalpräsident Christian Scheuermeyer (Deitingen) auf, der ganz am rechten Rand seiner Partei und bereits tief in der Wolke der SVP positioniert ist. Bei der CVP steht Fabian Gloor (Oensingen) gar noch weiter ausserhalb der Wolke seiner Fraktion und bei der SP fällt Stefan Hug (Zuchwil) deutlich rechts der Parteihaltung auf.

Vergleichsweise stark Richtung «links» tendiert bei der FDP Daniel Cartier (Gretzenbach), der weit in der CVP-Wolke drin auftaucht. Aus der Wolke fällt diesbezüglich bei der SVP Stephanie Ritschard (Riedholz).

Im Liberal/Konservativ-Schema markieren unter den Neulingen der FDP Barbara Leibundgut (Bettlach) und Simon Michel (Solothurn) die grössten Unterschiede. Bei der SP gilt das Gleiche für den Jung-SPler Simon Gomm (Olten) und Marianne Wyss (Trimbach). Bei der CVP liegt Kuno Gasser-Pellegrino bezüglich Liberalismus-Wert (rechts-)ausserhalb der Partei-Wolke. Bei der SVP fällt Josef Fluri als vergleichsweise «liberal» auf.

Der «Durchschnitts-Kantonsrat»

Von den 100 effektiv Gewählten hatten 94 den Smartvote-Fragebogen beantwortet. Als Antworten für die fehlenden sechs Kandidierenden (1 CVP, 1 SP, 4 SVP) wurden die Mittelwerte der übrigen Parlamentarier der gleichen Partei berechnet und eingefügt.

Der Smartspider zeigt die politische Positionierung des «Durchschnitts-Parlamentariers» aller 100 effektiv Gewählten.

Der Smartspider zeigt die politische Positionierung des «Durchschnitts-Parlamentariers» aller 100 effektiv Gewählten.

Die Variante, wie der «Durchschnitts-Parlamentarier» positioniert wäre, wenn die Antworten aller 505 zur Wahl angetretenen Kandidatinnen und Kandidaten herangezogen werden.

Die Variante, wie der «Durchschnitts-Parlamentarier» positioniert wäre, wenn die Antworten aller 505 zur Wahl angetretenen Kandidatinnen und Kandidaten herangezogen werden.

Fazit: Das gewählte Parlament präsentiert sich im Durchschnitt weit stärker eingemittet bzw. «rechter» als es das ganze Kandidatenfeld gewesen war. Einige Beispiele dazu: Aussenpolitik, liberale Gesellschaft, restriktive Finanz- und Migrationspolitik.