«Das Verfahren ist mittlerweile weit fortgeschritten. Die Strafuntersuchung wegen Betrugs wird in den nächsten Wochen abgeschlossen», erklärt auf Anfrage die Medienbeauftragte Cony Zubler. Im März 2012 hat die Staatsanwaltschaft die entsprechende Untersuchung gegenSyla eröffnet, basierend auf einer Strafanzeige der Solothurner Ausgleichskasse.

Es geht um «zu Unrecht» bezogene Ergänzungsleistungen in der Höhe von 426000 Franken. Das Verwaltungsgericht Solothurn hielt im Februar 2012 in seinem Urteil fest, dass der damals in Biberist wohnhafte Syla «das hiesige Sozialsystem über Jahre hinweg in erheblicher Weise ausgenutzt oder gar missbraucht» habe, und bestätigte die zuvor verfügte Ausweisung.

Dagegen wehrte sich Syla vergeblich bis vor Bundesgericht. Im Mai 2012 musste er die Schweiz verlassen. Syla war während des Kosovokrieges Generalstabschef der Befreiungsarmee UCK und wurde 2010 ins kosovarische Parlament gewählt, obwohl er offiziell in Biberist gemeldet war. Kürzlich wurde bekannt, dass EU-Ermittler hochrangige Mitglieder der Rebellenarmee – und damit wohl auch Syla – wegen Kriegsverbrechen vor Gericht bringen wollen. (FS)