Wirtschaftsbarometer
Wir zeigen, welche Solothurner Branchen optimistisch in die Zukunft blicken dürfen – und welche nicht

Zwar hat die Solothurner Industrie-Konjunktur im dritten Quartal gegenüber dem Höhenflug bis Mitte Jahr eine leichte Einbusse erfahren. Die Firmen bleiben jedoch mehrheitlich zuversichtlich.

Lukas Walter
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Der Maschinen- und Apparatebau erlebt im Kanton zurzeit einen Höhenflug. (Symbolbild)

Der Maschinen- und Apparatebau erlebt im Kanton zurzeit einen Höhenflug. (Symbolbild)

Claudio Thoma

Die Prognoseinstitute korrigierten die Werte für das Wachstum des BIP in der Schweiz für das laufende Jahr deutlich nach oben. Erwartet wird ein Wachstum von rund 3,0 Prozent. Die Schweizer Wirtschaft befindet sich in einer soliden Verfassung. Für die nähere Zukunft dürfte sie weiterhin überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielen.

Zum einen ist dies auf die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum zurückzuführen, zum anderen auf den gestiegenen Welthandel. Auch die Konsumentenstimmung ist zuversichtlich. Die Geschäftslage der Industrie aus der Befragung des Instituts für Konjunkturforschung der ETH Zürich (KOF) hat sich im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal weiter verbessert (von –1,3 auf 14,4 Punkte).

Die kantonalen Ämter für Finanzen und für Wirtschaft und Arbeit werten die KOF-Daten für die Solothurner Industrie halbjährlich in Zusammenarbeit mit dieser Zeitung aus. Der Geschäftsgang im Kanton Solothurn überschritt im 2. Quartal mit 33,8 Punkten einen Höchstwert, danach ist eine leichte Abkühlung ersichtlich. Im 3. Quartal 2018 stand der Index der gesamten Industrie bei 7,6 Punkten. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal lag er bei 1,6 Punkten. Die solothurnischen Unternehmen blicken sehr zuversichtlich in die Zukunft. Die optimistische Stimmung ist vor allem auf den stabilen Auftragsbestand zurückzuführen.

37 Firmen machten mit

Die 37 solothurnischen Unternehmen, welche 3498 Mitarbeiter beschäftigen, beurteilen in der Oktober-Befragung den Geschäftsgang mit 22,7 Punkten. Der Wert liegt deutlich über jenem vor einem Jahr mit –6,1 Punkten, aber doch tiefer als vor einem halben Jahr. 86,3 Prozent der befragten Unternehmen wollen das Personal halten, während 7,6 Prozent beabsichtigen, den Personalbestand auszubauen. Fast alle Branchen erwarten in den nächsten drei Monaten einen höheren Bestelleingang.

*Lukas Walter ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit AWA.

Aufbereitung der Statistikdaten: Matteo Luccarelli, Kantonales Amt für Finanzen; Grafiken: Guido Savian,

Redaktion: Andreas Toggweiler