Martin Plüss, Verwaltungsratspräsident der Vebo Genossenschaft, eröffnete die diesjährige Generalversammlung (GV). Die 270 Stimmberechtigten im Bienkensaal in Oensingen stimmten Protokoll 2017, Berichten und Jahresrechnung 2017 einstimmig zu. Sie erteilten Verwaltungsrat und Direktor die Décharge und wählten erneut die BDO in Olten als Revisionsstelle.

Unter Direktor Marc Eggimann, der sein Amt im Juni 2017 angetreten hat, konnte die Wertschöpfung der Produktion im ganzen Konzern gesteigert werden. Die Auslastung der Werkstätten sei in fast allen Bereichen hervorragend, teilt die Vebo mit. Die Meilensteine «Neubau Olten», «Erweiterungsbau Grenchen» und «neues Erscheinungsbild» seien ferner umgesetzt und die Kisag AG integriert.

Der Gesamtertrag der Vebo Genossenschaft für das Jahr 2017 beträgt 72 Millionen Franken. Die Produkte zur Förderung der Eingliederung aus beruflichen Massnahmen, Werkstätten, Wohnheimen und Tagesstätten machen 42 Millionen aus. 29 Millionen wurden aus industriellen und gewerblichen Produkten erwirtschaftet und 1 Million ist übriger Ertrag. «Wir wollen den Umsatzanteil mit industriellen- und gewerblichen Produkten auf 50 Prozent des Gesamtertrags erhöhen. Damit wollen wir die öffentliche Hand entlasten und unsere Abhängigkeit von Tarifrisiken minimieren», so Direktor Eggimann. Als weiteres Ziel erklärte er die Weiterentwicklung der Wohnangebote, dies auch als Antwort auf die leicht zurückgegangene Auslastung.

Inklusion als Mission

Das Recht auf uneingeschränkte und selbstbestimmte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, Schutz vor Benachteiligung und Diskriminierung sowie Lebensqualität für Menschen mit einer Beeinträchtigung – das ist die Mission der Vebo. Sie beschäftigt 1701 Mitarbeitende, davon 79 Prozent Menschen mit einer Beeinträchtigung. Inklusion findet in und um die Vebo statt. Zum Beispiel in der Mensa der Fachhochschule Nordwestschweiz in Solothurn und im Personalrestaurant der Eniwa in Buchs. Hier führen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam einen Betrieb in der offenen Wirtschaft. Um die Mission zu stärken, baut die Vebo einen Inklusionsrat auf: ein Kreis aus Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung, der sich weitgehend selbst organisiert und einen direkten Draht zur Direktion hat. «Wir wollen das Sprungbrett für die offene Wirtschaft sein und fördern dies auf verschiedenen Ebenen», so Eggimann.

Zum Abschluss dankte der Direktor den Genossenschafterinnen und Genossenschafter. «Sie bilden das Fundament der VEBO» betonte er. Zudem dankte er den Mitarbeitenden und dem Verwaltungsrat, welche zuliessen, dass sich die Vebo positiv entwickle. (MGT)