Die FDP Kanton Solothurn traf sich eigentlich zur Parolenfassung. Das war eine relativ klare Sache: Einstimmig sagten die 146 anwesenden Delegierten am Dienstagabend "Nein" zur Zersiedelungsinititaive. 

Die restliche Parteiversammlung war dann vor allem geprägt durch personelle Wechsel in der Kantonalpartei. Bereits letztes Jahr hatte Anita Panzer (Feldbrunnen) den Rückzug aus der Kantonalpolitik verkündet. Das Amt der Vize-Präsidentin übernimmt Kantonsrätin Karin Büttler-Spielmann (Laupersdorf). Sie freue sich darauf, ihre eigenen Fussspuren zu hinterlassen, verkündete sie.

Grosse Fussstapfen hinterlässt vor allem einer – das wurde an der Versammlung klar: Charlie Schmid hört nach 10 Jahren als Geschäftsführer und Parteisekretär der Solothurner Freisinnigen auf. «Wir verabschieden heute einen der ganz grossen ‹Chrampfer›», so Kantonsrat Peter Hodel (Schönenwerd) in seiner Laudatio. Schmid sei ein treuer und fleissiger Sekretär gewesen. Auch persönlich sei Schmid aber stark mit der Partei und den Mitgliedern verbunden: «Charlie – dich nicht zu kennen, das wäre ein Verlust», so Hodel. Die Nachfolgerin von Schmid wurde in Subingen gleich vorgestellt: Franziska Hochstrasser aus Däniken, Geschäftsführerin des Bauernverbands beider Basel, wird übernehmen.

Zwei neue FDP-Kantonsräte

Auch zwei neue FDPler waren an der Versammlung Thema: Ende letztes Jahr gaben die bisherigen BDP-Kantonsräte Markus Dietschi (Selzach) und Martin Flury (Deitingen) ihren Wechsel zu den Freisinnigen bekannt. Für Dietschi bedeutet dies «zurück zu den Wurzeln», wie er den Versammelten erklärte, da er früher bereits für die FDP politisiert hatte, bevor er sich 10 Jahre lang für den Aufbau der BDP im Kanton einsetzte. «Wenn man so lange für etwas kämpft, tut man das nicht einfach so – sondern mit Herzblut», erklärte der sichtlich bewegte Dietschi. Umso schwieriger sei es, wenn man feststelle, dass nach 10 Jahren nichts übrig sei – ausser zwei Kantonsräten. «Das ist nicht ganz einfach für mich. Aber ich bin froh, hier zu sein.» Auch Flury erklärte, er werde sich auch in der FDP gerne weiterhin für seine Kernthemen einsetzen.

#TeamFDP

Klare Worte fand Parteipräsident Stefan Nünlist in Bezug auf das Wahljahr 2019: «Der Freisinn wird kämpfen.» Nebst einem zweiten Nationalrats- und einem Ständeratssitz wolle die Partei eine richtige Bewegung aufbauen, hiess es – das #TeamFDP. Kämpfen will man laut Nünlist aber auch für die Steuervorlage. «Es geht hier um Perspektiven und Arbeitsplätze für den Kanton – diese Abstimmung müssen wir gewinnen.»