Sanierungen, egal welcher Art auch immer, entwickeln sich rasch einmal zu Zangengeburten. Reparaturkosten sind höchst unangenehme Aufwendungen, weil sie in der Regel nicht vorgesehen sind oder zu einem ungünstigen Zeitpunkt anfallen.

Wenn es dabei gar darum geht, einen Milliardenbetrag zusätzlich zu verdauen, markieren sämtliche Beteiligten rasch einmal die Unbeteiligten. Das ist nachvollziehbar, aber nicht lösungsorientiert. Doch das Monsterloch der Solothurner Pensionskasse schreit nach einer Lösung. Im Vordergrund steht nicht primär die schnelle, sondern die möglichst dauerhafte.

Die zweite Säule ist ein Projekt, das sich über Generationen erstreckt. Hier als willkommenes Sozialwerk gelobt, dort als Umverteilungsmaschinerie verschrien. So hat auch die kantonale Kasse zu lange über ihre Verhältnisse gelebt.

Private Pensionskassen haben den wesentlich höheren Sanierungsdruck. Wenn Unterdeckungen behoben werden müssen, gibt es für die aktiven Destinatäre und deren Arbeitgeber kein Pardon. Sie bluten. Beim Stillen hilft niemand.

Dessen ist sich die Finanzkommission des Kantonsrates mit einem Freisinnigen an der Spitze ganz offensichtlich bewusst und hat gestern einen vertretbaren und damit gangbaren Weg aus dem Wirrwarr der vergangenen Monate aufgezeichnet. Das Stimmvolk sitzt mit im Boot. Wenn es an der Urne letztlich den Segen zur Ausfinanzierung der Altersvorsorge unserer Staatsangestellten geben soll, gibt es keine Komfortlösung. Der Nulltarif ist in dieser Sache nicht vorgesehen, für niemanden.