Grenchen

Windparkprojekt Grenchenberg: BirdLife geht vor Bundesgericht

Der Windpark Grenchenberg gilt eigentlich als Vorzeigeprojekt – dennoch ist der Widerstand gross.

Der Windpark Grenchenberg gilt eigentlich als Vorzeigeprojekt – dennoch ist der Widerstand gross.

Vor zwei Wochen blitzten der nationale und der kantonale Vogelschutz vor dem Solothurner Verwaltungsgericht ab. Die Beschwerde gegen das Windparkprojekt auf dem Grenchenberg wurde abgewiesen. Nun zieht BirdLife das Urteil ans Bundesgericht weiter.

Die Interessen des Vogelschutzes seien mit verschiedenen Massnahmen im Projekt korrekt berücksichtigt worden, begründete das Solothurner Verwaltungsgericht sein Urteil von Ende September. Es lehnte die Beschwerde von BirdLife Solothurn und BirdLife Schweiz gegen das geplante Windparkprojekt auf dem Grenchenberg ab.

Damit wollen sich die Vogelschützer nicht zufrieden geben, wie «Radio 32» berichtete. Sie wollen das Urteil ans Bundesgericht weiterziehen. «Wir haben das Urteil analysiert und sind zum Schluss gekommen, dass wir gute Chancen haben, vor Bundesgericht Recht zu bekommen», sagte Thomas Lüthi, Präsident von BirdLife Solothurn auf Nachfrage. Den Hauptkritikpunkt, dass der Vogelschutz im Projekt nicht genügend berücksichtigt wurde, habe das Verwaltungsgericht laut Lüthi nicht widerlegen können.

Beschwerdeführer vor Bundesgericht wird BirdLife Schweiz sein, die Dachorganisation der Vogelschützer. Das kommt nicht von ungefähr. Der finanzielle Aspekt dürfte ein Grund dafür gewesen sein – alleine das Urteil des Verwaltungsgerichts kostete BirdLife rund 30'000 Franken –, die Grösse des Projekts auf dem Grenchenberg ein weiterer. Sollte man vor Bundesgericht Recht bekommen, erhofft sich Lüthi vom Urteil eine gewisse Strahlkraft für die ganze Jura-Region. Denn nicht nur auf dem Grenchenberg ist ein Windpark geplant: In der Nähe von Kienberg, an der Grenze zum Kanton Aargau und auf dem Montoz-Pré Richard, direkt hinter dem Grenchenberg im Kanton Bern, sind ähnliche Projekte geplant.

Offiziell eingereicht hat BirdLife die Beschwerde noch nicht. Dafür hat man noch bis Ende Monat Zeit.

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