Solaprix
Wiederum sind fünf innovative Bauernbetriebe nominiert worden

Andreas Bobst aus Aedermannsdorf; Thomas Frei aus Kienberg; Urs Koch aus Laupersdorf; Christian Stark aus Laupersdorf und Urs und Rosmarie Weyeneth aus Lüterkofen sind die Glücklichen.

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Landwirt Christian Stark
10 Bilder
Andreas und Sabine Bobst mit den Kindern Anina (5), Silvan (3) und Mona (1)
Blick in den Wagenschopf in dem in gemütlicher Atmosphäre viele Gäste bewirtet werden können
Thomas und Franziska Frei-Schaub mit ihren drei Kindern
Solaprix
Das selbstfahrende Güllefass Vredo mit der Gülleverteilvorrichtung
Landwirt Urs Koch
Fohlen auf der Weide - Kopie
Die Kürbispyramide auf dem Hof von Urs und Rosmarie Weyeneth - Kopie - Kopie - Kopie
Die Photovoltaikanlage auf dem Kuhstall von Thomas Frei - Kopie

Landwirt Christian Stark

zvg

Der SOBV (Solothurnischer Bauernverband) will mit der Verleihung des Solaprix das innovative und unternehmerische Denken und Handeln in der Landwirtschaft fördern. Gute Produktion darf sich sehen lassen, neue Ideen sollen bekannt gemacht werden. Das diesjährige Thema lautet ‹Innovationen in der Landwirtschaft›. Das Thema ist bewusst breit gesteckt, damit eine breite Palette von Ideen angemeldet werden können. Die Jury, mit Regierungsrätin Esther Gassler, dem Direktor der Solothurnischen Handelskammer und Kantonsrat Roland Fürst aus Gunzgen und dem
Landwirten und Präsidenten des Solothurnischen Bauernverbandes Andreas Vögtli aus Büren, gewichtete nebst innovativen Charakter der Projekte deren Nutzen und die
gemachten Erfahrungen. Auch die Risikobereitschaft war für die Jury ein wichtiges Kriterium.
Innovation von der Saattechnik bis in den Pferdestall
Der Blick in die Dossiers der fünf nominierten Betriebe zeigt: Innovationen haben ganz verschiedene Gesichter. Eine Betriebsumstellung auf einen wenig bekannten Betriebszweig, aber auch die Vermarktung des eigenen Solarstromes können eine Innovation sein. Auch die Produktionstechnik lässt sich mit neu kombinierten Geräten verbessern. So lassen sich Kosten sparen. Der Solaprix soll mit der Preisverleihung für ein positives Bild der Landwirtschaft sorgen und die Berufskollegen ermuntern, selber innovativ zu sein. Nach 14 Jahren Organisation durch den Ehemaligenverein Wallierhof wird der Solaprix 2012 das zweite Mal durch den Solothurnischen Bauernverband durchgeführt.

Güllen und Säen in einem Arbeitsgang
Seit 4 Jahren bringt Landwirt und Lohnunternehmer Andreas Bobst aus Aedermannsdorf Gülle mit einem selbstfahrenden Güllefass aus, dem Vredo. Speziell daran ist, dass das Gerät Schlitze macht und die Gülle darin injiziert wird. Doch wenn schon Schlitze gemacht werden, wieso nicht auch gerade noch mit dem Vredo säen? Andreas Bobst machte sich ans Werk und kombinierte die Gülleausbringtechnik mit der Saattechnik. Aus zwei bekannten Systemen wurde ein neues kreiert, das mehr kann.

Den Solarstrom selber vermarkten
Schon länger befasste sich Thomas Frei aus Kienberg mit dem Bau einer Photovoltaikanlage. Da es aber wegen der langen Warteliste zur Zeit drei bis vier Jahre dauern kann, bis man als Stromproduzent in den Genuss der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) kommt, handelte Frei selber. Er suchte sich privat seine Abnehmer und kann so seit Inbetriebnahme der Anlage seinen Strom kostendeckend verkaufen.

Partys im Landmaschinenmuseum
Ein veritables kleines Museum mit alten Landmaschinen, Geräten und Haushaltseinrichtungen kann bei Urs Koch und Daniela Gerber in Laupersdorf besichtigt werden. An Wänden und an der Decke Ihres Schopfes hängen alte Eggen, Pflüge und Wagen und im Obergeschoss sind alte Haushaltsgegenstände ausgestellt. Der Raum kann als Partyraum gemietet werden, mit oder ohne Verpflegung und Getränke. Auch das Rundherum wird mit Blumen, Pflanzen und viel Liebe zum Detail gepflegt.

Fohlenweide im Talgebiet
Wie können wir auf unserem Betrieb ein Haupteinkommen aus der Landwirtschaft erwirtschaften? Diese Frage stellte sich Christian Stark-Heer aus Laupersdorf 2006 in seiner Meisterprüfungsarbeit als Landwirt. Er fand eine Marktlücke in der spezialisierten Aufzucht von Fohlen für private Pferdebesitzer. Seither verfolgt er seine Idee konsequent und baute zwei Ställe um. In einem Stall sind die jungen Hengste untergebracht, im anderen die jungen Stuten und Wallache. Insgesamt können auf dem Betrieb 45 Jungpferde zwischen halbjährig und dreijährig aufgezogen werden. Die Tiere werden in Gruppen gehalten und können jederzeit von den Besitzern besucht werden.

Kürbis als Erlebnis
Alles begann mit drei Kürbispflänzchen, die Rosmarie Weyeneth in ihrem Blumenfeld in Lüterkofen anpflanzte. Diese gediehen so gut, dass Weyeneths sich entschlossen, mehr Kürbisse anzupflanzen. Später wurden die Kürbisse als Labyrinth angebaut und langsam entwickelte sich zusätzlich eine Gästebewirtung. Heute ist der Betrieb von Urs und Rosmarie Weyeneth ein Erlebnispark. Nach wie vor steht der Kürbis im Zentrum mit dem Labyrinth und der Kürbispyramide. Zusätzlich laden ein Heckenirrgarten, ein Graslabyrinth, ein gepflegter Garten und ein Gästebewirtungsraum zum Besuch ein.