Blasmusikverband
Wieder ist ein Tubist an der Verbandspitze

Der bisherige Vizepräsident Christian Röthlisberger ist in Niedergösgen einstimmig zum Präsidenten des Solothurner Blasmusikverbandes gewählt worden. Er tritt die Nachfolge von Ueli Nussbaumer an.

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Ueli Nussbaumer (l.) übergibt den Präsidentenstab an Christian Röthlisberger.

Ueli Nussbaumer (l.) übergibt den Präsidentenstab an Christian Röthlisberger.

Hans Blaser

Etwas über 200 Personen strömten in die Mehrzweckhalle Inseli in Niedergösgen zur Delegiertenversammlung des Solothurner Blasmusikverbandes. Dass dazu die teilnehmenden Musikantinnen und Musikanten uniformiert auftauchten, nahm der Präsident Ueli Nussbaumer überrascht zur Kenntnis.

Was ihm an den Delegiertenversammlungen einzelner Kantonalverbände imponierte, ist bei den Solothurnern sonst nicht üblich. An der DV sind in der Regel nur die zu ehrenden Veteranen und Mitglieder des durchführenden Vereins uniformiert. Das zeigt den Wert dieser Geste, die sich die Bezirkspräsidenten zu Ehren des scheidenden Präsidenten ausgedacht haben.

Peter Hodel neu im Vorstand

Dass Nussbaumer als Kantonalpräsident unwiderruflich an dieser DV zurücktreten werde, gab er schon an letzten DV in Messen bekannt. In diese Funktion wurde einstimmig der bisherige Vizepräsident Christian Röthlisberger gewählt.

Wie sein Vorgänger ist er ein Tubist. Nach der Demission von Gabi Schnyder aus dem Vorstand konnte mit Peter Hodel diese Lücke durch eine Person aus dem grössten Unterverband Thal-Gäu-Olten-Gösgen geschlossen werden. Der geschäftliche Teil der Delegierteversammlung ging glatt über die Bühne.

Das Protokoll wurde in der Broschüre abgedruckt, die allen zugestellt wurde. An der Versammlung in Niedergösgen anwesend war nebst Prominenz aus der Politik auch der Präsident des Schweizer Blasmusikverbandes Valentin Bischof. Ihn dürfte auch die Verabschiedung von Ueli Nussbaumer - nebst der Ehrung der Veteranen – veranlasst haben, diese Aufgabe zur Chefsache zu machen.

Auch die Jahresberichte wurden alle in der DV-Broschüre abgedruckt. Somit hatten die Vereine Gelegenheit sie vorgängig in Ruhe zu studieren. Einwände wurden nicht erwartet und erfolgten auch nicht. Auch die Jahresrechnung wurde in der Broschüre publiziert, dazu von Kassier Dieter Semling ausführlich erläutert. Der ausgewiesene Ertrag von nicht ganz 8000 Franken liess die einstimmige Genehmigung bloss zur Formsache werden. Beigetragen haben sicher die lobenden Worte der Revisoren an die Adresse des Kassiers.

Zu keinen kontroversen Diskussionen führte auch das revidierte Festreglement für das Kantonale Musikfest 2019, das von der Musikkommission erarbeitet wurde. Die Kommission erläuterte zudem verschiedene Details des Projekts Musik-Festival, das sie unter anderem an einem ganztägigen – und von verschiedenen Seiten kritisierte – Seminar auf dem Weissenstein ausgearbeitet hat.

Gesucht: Bewerber für Musikfest

Das Kantonale Musikfest 2019 ist zwar beschlossen, eine Bewerbung dazu ist noch nicht vorhanden. Der Vorstand hat sich aber die Kompetenz erteilen lassen, die Vergabe bei einer geeigneten Bewerbung selber vorzunehmen. Nebst der Wahl eines neuen Präsidenten und eines neuen Vorstandsmitglieds hatten die Delegierten auch unter drei Varianten für die Durchführung der künftigen Delegiertenversammlungen zu wählen.

Nahezu einstimmig wurde die Version ohne Veteranenehrung mit Verrechnung der Verpflegung beim Jahresbeitrag angenommen. Eine Bewerbung für die nächste Versammlung am Samstag 28. Oktober 2017 liegt noch nicht vor.

Schliesslich wurde eine Reihe von Mitgliedern geehrt. Unter ihnen die aus dem Vorstand demissionierende Gabi Schnyder. Zum Ehrenmitglied wurde der Kassier Dieter Semling ernannt. Und zum Ehrenpräsidenten wurde Ueli Nussbaumer gekürt.

Ihm zu Ehren spielte die MG Niedergösgen den Marsch «Ardent», den Marco Nussbaumer für seinen Vater komponierte. Das erledigte die MG genau so souverän, wie die musikalische Eröffnung, die Umrahmung der Totenehrung, und die Veteranenehrung durch Valentin Bischof.