Kantonsrat
Wie viele Osteuropäer Schweizer pflegen, bleibt unbekannt

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Wie viele Care-Migrantinnen und Migranten in der Schweiz arbeiten, ist nicht bekannt. (Symbolbild)

Wie viele Care-Migrantinnen und Migranten in der Schweiz arbeiten, ist nicht bekannt. (Symbolbild)

KEYSTONE

Niemand weiss genau, wie viele Osteuropäerinnen und Osteuropäer in Schweizer Haushalten arbeiten. Und niemand weiss genau, wie ihre Arbeitsbedingungen sind. Teils leben sie in den Haushalten, teils haben sie fast rund um die Uhr Bereitschaftsdienst.

Grünen-Kantonsrätin Barbara Wyss Flück (Solothurn) möchte nun mehr Klarheit schaffen: Der Kanton soll die Zahl der Care-Migranten genauer erfassen, fordert sie in einem Auftrag. Damit könne nicht zuletzt der Schutz der Arbeitnehmenden «betreffend Entlöhnung, Präsenz- und Ruhezeiten, Unterbringung sowie Sozialversicherung» verbessert werden.

Der Regierungsrat gab gestern allerdings eine ablehnende Stellungnahme. Es sei derzeit nicht möglich, genauer zu erfassen, wie viele Care-Migranten im Kanton arbeiten. Es handle sich um keine offizielle oder vom Bund statistisch erfasste Berufs-Bezeichnung. Um präzisere Zahlen zu erhalten, müsste der Bund die statistischen Kategorien anpassen. Das Vorhaben kommt nun in den Kantonsrat. (lfh)

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