Spitex Verband

Wie viel darf die Pflege kosten?

Der Spitex Verband Kanton Solothurn traf sich zur 40. Delegiertenversammlung.

Der Spitex Verband Kanton Solothurn traf sich zur 40. Delegiertenversammlung.

Auch an der 40. Delegiertenversammlung des Spitex Verbandes Kanton Solothurn gaben die Restkostenfinanzierung in der ambulanten Pflege und die noch nicht definitiv festgelegten Höchsttaxen für Gemeindebeiträge zu reden. Nur einen Teil der Kosten der ärztlich verordneten Spitex-Leistungen übernehmen die Krankenversicherer.

Klientinnen und Klienten bezahlen eine Patientenbeteiligung und den Rest finanzieren die Gemeinden. So will es das Gesetz. Wie hoch diese Restkosten sein dürfen, ist bis heute nicht geregelt. Jede der 29 öffentlichen Spitex-Organisationen im Kanton handelt mit den Auftrag gebenden Gemeinden ein Leistungsangebot und dessen Restfinanzierung aus.

Nun haben sich das kantonale Amt für soziale Sicherheit, der Verband Solothurner Einwohnergemeinden und der Spitex Verband für gleiche Grundleistungen inklusive Psychiatrie- und Palliative-Pflege für die gesamte Bevölkerung und für eine Höchsttaxe pro Leistungsstunde ausgesprochen. Diskussionen löste die Höhe dieser Taxe aus, die auf einem Mittelwert der Kosten aller Spitex-Organisationen basieren soll.

Wenn eine Person nach einer Spitalbehandlung nach Hause kehrt, ist diese auf eine nahtlose Versorgung angewiesen. Mit der Spitex steuern die Solothurner Spitäler die Vernetzung und bilden so die Grundlage für die Zusammenarbeit der Fachpersonen. Als wichtigen und verlässlichen Partner schätzen die Hausärzte die Spitex: «Die Spitex nimmt uns Hausärzten viel Arbeit ab. Die Zusammenarbeit stufe ich als sehr gut ein.», so Christian Rohrmann, Co-Präsident Hausärzte Solothurn.

Eine Umfrage bei Spitex und Pflegeheimen ergab, dass insbesondere in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Verpflegungsangebote und Informationsanlässe die Zusammenarbeit genutzt wird. Als vielversprechend erachtet Sigrun Kuhn, Präsidentin des Spitex Verbands, die Einführung elektronischer Patientendossiers, um die Koordination der Akteure im Gesundheitswesen zu verbessern. «Zu kurz kommen darf dadurch keinesfalls der persönliche Dialog mit Klienten, Angehörigen und Dienstleistern», betont Kuhn. (szr)

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