Regierungsratswahlen
Wie umweltbewusst sind die Kandidierenden für den Solothurner Regierungsrat?

Die Solothurner Umweltorganisationen wollten von den Kandidatinnen und Kandidaten für den Regierungsrat wissen, wie sie zu umweltrelevanten Themen stehen. Ein Fragebogen sollte Antworten liefern.

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Auch die geplante Pistenverlängerung am Flughafen Grenchen war Thema im Fragebogen.

Auch die geplante Pistenverlängerung am Flughafen Grenchen war Thema im Fragebogen.

AZ

Aus Sicht der Solothurner Umweltorganisationen sind Engagement und Know-how im Bereich Umwelt- und Naturschutz wichtige Kriterien für die Wählbarkeit einer Regierungsrätin oder eines Regierungsrates. Deshalb haben die Solothurner Sektionen von Pro Natura, VCS, kantonalem Vogelschutzverband (VVS) und WWF, sowie die Arbeitsgemeinschaft zum Schutze der Aare (ASA), der Kantonale Fischereiverband (SOKFV), die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz und die 2000-Watt Region Solothurn den neun Kandidierenden einen Fragebogen zu umweltrelevanten Themen verschickt.

Andreas Bühlmann (SP), Peter Gomm (SP), Roland Heim (CVP), Hugo Ruf (parteilos) und Brigit Wyss (Grüne) haben die 15 Fragen beantwortet, wie es in einer Mitteilung heisst. Remo Ankli (FDP), Esther Gassler (FDP), Roland Fürst (CVP) und Albert Studer (SVP) hätten sich jedoch nicht auf ein klares JA oder NEIN zu den Fragen festlegen können. Sie gaben eine individuelle Stellungnahme ab.

Aktuelle Umweltfragen

Es wurden unter anderem Fragen zu Raumplanung, Gewässerschutz, Energie, Langsamverkehr, Flugpiste in Grenchen, Ökologie an den Schulen und zur Akzeptanz bei der Rückkehr von heimischen Säugetierarten, wie bspw. Luchs, Biber und Wolf gestellt.

Abschliessend gab es zwei persönliche offene Fragen: «Bei welchem Bauwerk möchten Sie als zukünftige Regierungsrätin/Regierungsrat eine Einweihungsrede halten?» und «Welches ist Ihr persönlicher Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz?». Bei dieser Frage wurde eine Gemeinsamkeit deutlich: alle Fünf fahren regelmässig Velo.

Gegen eine Pistenverlängerung

Andreas Bühlmann, Peter Gomm und Brigit Wyss haben alle Fragen mit JA beantwortet. Sie unterstützen das bestehende Verbandsbeschwerderecht auch weiterhin ohne Einschränkung bei Energieanlagen für erneuerbare Energieproduktion. Sie sind gegen eine Verlängerung der Flugpiste in Grenchen.

Sie befürworten eine befristete Laufzeit des Solothurner AKW Gösgen, was auch von Hugo Ruf unterstützt wird. Alle fünf TeilnehmerInnen sind sich unter anderem in diesem Punkt einig: sie sagen am 3. März JA zum revidierten Raumplanungsgesetz.

Hier finden Sie die Antworten der fünf TeilnehmerInnen zusammen mit den Stellungnahmen der vier Kandidierenden, die den Fragebogen nicht ausgefüllt haben:

www.pronatura-so.ch